Wernigerode l Mit einem symbolischen Scherenschnitt ist die Sprungschanze im Zwölfmorgental am Sonnabend eingeweiht worden. „Ich hoffe, dass Sportler, Skiklub und Kampfrichter diese Sportstätte künftig mit Leben erfüllen“, so Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos). Diese Hoffnung erfüllte sich schon beim Eröffnungsspringen, an dem 94 Sportler aus ganz Deutschland teilnahmen.

Im Herbst 2014 hatte die Sanierung begonnen, die unter keinem guten Stern stand. Erst bei laufenden Arbeiten hatten sich Unebenheiten auf der Oberfläche des Absprunghangs gezeigt. Um diese zu beseitigen, mussten sämtliche Beläge bis zur Schotterschicht abgetragen werden. Später machten sintflutartige Regenfälle die Zeitabläufe zunichte. Erst im November 2016 konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Wernigerodes Stadtchef dankte allen Unterstützern und besonders dem Innenminsterium, das die Arbeiten mit knapp 200.000 Euro bei 600.000 Euro Gesamtkosten gefördert hatte. „Der Skisport lebt davon, dass sich Menschen engagieren“, so Staatssekretärin Tamara Zieschang (CDU) in ihrem Grußwort. Doch dafür brauche es Rahmenbedingungen. „Deshalb unterstützen wir gerne.“

149 Mitglieder gehören dem Skiklub Wernigerode derzeit an – 20 davon sind aktive Wettkampfspringer. Diese Schanze sei die Basis für die Förderung weiterer Talente, so Vereinschef Peter Lösler, bevor er die Sportstätte für den Weihesprung von Leif Fricke freigab.

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