Schierke l Schierke ist ab dem 15. Dezember um 196 Gästebetten reicher. An dem Tag öffnet das neue Feriendorf „Das Schierke“ seine Pforten. Seit gut einem Jahr wird auf dem Gelände des einstigen Nobelhotels „Heinrich Heine“ gebaut. Seither hat sich das Areal komplett gewandelt. Die Hotelruine ist verschwunden. 36 holzverkleidete Ferienhäuser geben dem Ortseingang von Schierke ein völlig verändertes Bild.

„Wir kommen gut voran“, sagt Frank Wodsack von der Heinrich-Heine-Resort GmbH. „Und das trotz zweimonatiger Schneepause im Winter. Das ist eine sportliche Leistung.“ Die Hildesheimer Investorengruppe hatte die Fläche im Jahr 2016 von der Stadt Wernigerode abgekauft, um für 13,7 Millionen Euro bei 4,5 Millionen Euro Landesförderung ein Feriendorf zu errichten.

Für größeren Aufwand hatte im Sommer die Entsorgung von Bodenverunreinigungen gesorgt. Auf der Fläche des abgerissenen Heizhauses waren bei Erdarbeiten Bauschutt und Ascheablagerungen in großen Mengen entdeckt worden. Für die Kosten der Entsorgung, rund 300.000 Euro, werde eine einvernehmliche Lösung mit der Stadt gesucht, so Wodsack. In zeitlichen Verzug sei man durch den Fund im Erdreich nicht geraten.

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Empfangsbereich mit Gastronomie

In den letzten Wochen ist das Empfangsgebäude an der Alten Dorfstraße gebaut worden. Darin wird sich später auch die „gastronomische Einheit“ befinden. Das Restaurant für Frühstück und kleinere Speisen soll den Namen „Heinrich‘s“ tragen, so Frank Wodsack. Als Erinnerung an das frühere, ortsprägende Hotel an der Stelle. „Wir haben 65 Plätze innen und 68 außen mit Blick auf den Wurmberg.“ Die Gaststätte sei nicht nur für Bewohner des Feriendorfs offen, sondern auch für alle anderen Interessierten. „Wir freuen uns, wenn viele Schierker ins ‚Heinrich‘s‘ kommen.“

In der Endphase vor der Eröffnung steht nun die Inneneinrichtung der Ferienhäuser im Vordergrund. Alle Wohnungen, ob Einzel-, Doppelhaus, Kuschelhütte oder Gruppenhaus, sind mit Sauna und Kamin ausgestattet. Parallel dazu wird das Außengelände gestaltet, Rasen angelegt, Sträucher und Bäumchen gepflanzt.

Vermarktung läuft

Seit Mai läuft die Vermarktung der 36 Hauseinheiten. Es gibt einen Internetauftritt, Telefonnummern sind geschaltet. Das Eröffnungswochenende sei schon gut gebucht, sagt Wodsack. Auch sonst gebe es viele Anfragen.

Im „Schwestern-Resort“ auf dem Torfhaus liegt die Belegung laut Frank Wodsack aktuell bei 68 Prozent. „Das ist die höchste Belegungsrate seit der Eröffnung.“ Einen ähnlichen Erfolg erhoffen sich die Investoren für „Das Schierke“. „Wir gehen mit einer sehr positiven Einstellung in den Markt. Wenn wir mit etwas unter 60 Prozent starten, sind wir sehr froh.“ Darauf könne aufgebaut werden. „Natürlich wollen wir uns weiter steigern.“

Schon im Blick haben die Investoren um Frank Wodsack die feierliche Eröffnung im Dezember. „Wir freuen uns darauf. Es soll ein Tag für Schierke sein.“ Am 15. Dezember würden zwei „touristische Highlights“ in dem Wernigeröder Ortsteil an den Start gehen – neben dem Feriendorf auch die Feuerstein-Arena „gleich um die Ecke“. In den Wochen darauf sei ein Tag der offenen Tür im „Schierke“ geplant. Der genaue Termin wird noch festgelegt. Mehr zum Service der Volksstimme.