Ütschenteich

Angler sagen Krebsschere den Kampf an

Der Ütschenteich ist in den Fokus gerückt. Von der Krebsschere überwuchert und vor dem Aus, wollen Angler aus Wernigerode ihn retten.

Von Regina Urbat

Wernigerode l Die Wernigeröder Vereinsangler wollen die Rettungsaktion für den Ütschenteich fortsetzen. Aus diesem Grund soll am Sonnabend, 4. November, von 8 bis 12 Uhr ein erneuter Arbeitseinsatz an dem Pachtgewässer bei Darlingerode stattfinden. Und wieder werden viele Hände gebraucht.

Bei der ersten Aktion am 14. Oktober wurde der Anfang gemacht. Der fast völlig von der Krebsschere überwucherte Teich an der Gemarkungsgrenze von Wernigerode drohte zu verlanden. Längst lebte in dem Gewässer, das Eigentum des Landesforstbetriebes ist, kaum noch ein Fischlein. Mehrmals war der Teich in den Sommermonaten gekippt, es stank mächtig.

Im März, als Tommy Löwenberg zum neuen Vorsitzenden des Vereins für Angler und Naturfreunde Wernigerode gewählt wurde, war es das erklärte Ziel des 28-Jährigen, die Rettung des Ütschenteiches anzugehen. Wochenlang opferte der junge Mann seine Freizeit, erledigte Behördengänge und suchte Unterstützung, denn die Befreiung des Teichs von der sich explosionsartig ausbreitenden Wasserpflanze musste per Hand erledigt werden.

Rund 100 Angler und Helfer packten beim Start der Rettungsaktion an. Es war eine Schuffterei, „doch aufgeben wollen wir nicht“, sagt Tommy Löwenberg. Vom Engagement aller sei er sehr beeindruckt.

Und nicht nur er. Der mühevolle Einsatz der Angler und freiwilligen Helfer zeigte im Umfeld Wirkung. So in Darlingerode. Der Ortsteil von Ilsenburg ist aus Hochwasserschutzgründen an einen funktionierenden Teich sehr interessiert. Seit Monaten kämpft der Ortschaftsrat um eine Sanierung.

„Hut ab“ hieß es auch im Landesforstamt. Leiter Eberhard Reckleben hatte Bereitschaft signalisiert, zu helfen, „und steht dazu“, sagt Ronny Löwenberg. Für den Arbeitseinsatz am 4. November „will uns der Forstbetrieb unterstützen.“ Ebenso wieder die Stadtverwaltungen in Wernigerode und Ilsenburg.

Konkret sollen bei dem Arbeitseinsatz am 4. November die Wasserpflanzen im Bereich der kleinen Insel entfernt und die Äste am Wegrand, die nach der ersten Aktion liegen geblieben sind, zerkleinert werden. Häcksler, Lader, Fahrzeuge und Container sind organisiert, ebenso die Versorgung „der hoffentlich vielen Helfer“, so der Vereinsvorsitzende. Für ausreichende Planung bittet er darum, dass sich die Helfer unter der Telefonnummer des Anglervereins anmelden: (03943) 60 48 77. Die Harzer Volksstimme bleibt dran.