Wernigerode l Aus allen Fraktionen bekommt eine hohe Geldzuwendung für ein Bauprojekt die Zustimmung der Wenrigeröder Stadträte. „Selbst die Linken haben nichts zu meckern“, betont Thomas Schönfelder in der Sitzung des Kulturausschusses. Dieser befasste sich mit der Zuwendung von 560.000 Euro von der Stadt an die Stiftung Schloss Wernigerode über einen Zeitraum von 2020 bis 2024.

Mit der finanziellen Unterstützung soll dafür gesorgt werden, dass die Stiftung ihren Eigenanteil von 950.000 Euro sichern kann, um über ein Förderprogramm das Schlossmuseum weitgehend barrierefrei umzubauen. Die Baukosten belaufen sich laut Aussage von Dezernent Rüdiger Dorff auf rund 8,5 Millionen Euro, der Förderzuschuss betrage etwa 90 Prozent, also 7,5 Millionen Euro. Unterstützung habe auch, so Dorff weiter, die Kreisverwaltung zugesagt.

Zwei Fahrstühle sollen eingebaut werden

Geplant sind bei dem Schloss-Projekt der Einbau von zwei Fahrstühlen, die Sanierung und Umgestaltung des Bäckerhofes zur Behinderten-Parkfläche. Zudem würde die Sicherung der Stützmauern mit dem Umbau einhergehen. Für das best besuchte Museum in Sachsen-Anhalt, das deutschlandweit unter den Top Ten der Höhenburgen ist, sei es gut angelegtes Geld, hieß es übereinstimmend. Michael Wiecker (CDU) betonte: „Es ist die wichtigste Investition der Stadt in das Wertvollste, was Wernigerode hat.“

Kritik gab es dennoch: „Die Vorlage ist saumäßig“, sagte Martina Tschäpe (SPD). Der Text auf den eineinhalb Seiten strotze von Behördendeutsch und Paragrafen, was kein normaler Mensch versteht, haderte die Wernigeröderin. Sie empfahl, „eine übersetzte Zusammenfassung“, die eine Entscheidungsfindung optimieren würde. Rüdiger Dorff nahm die Beschwerde an und versicherte, sie an das entsprechende Fachamt im Rathaus weiterzuleiten.