Blankenburg l „Es ist eine Hammer-Saison“, sagt Andreas Grubauer. Der Schwimmmeister im Biologischen Freibad am Thie in Blankenburg hat seit der Saisoneröffnung schon längst die Besucherzahlen der Vorjahre weit übertroffen. Der Super-Sommer macht es möglich. Allerdings hat das fantastische Sommerwetter auch Schattenseiten: „Nicht nur unsere Pflanzen arbeiten an ihrer Grenze, auch die Mitarbeiter sind am Limit“, so Grubauer, der das Bad über die normalen Öffnungszeiten hinaus für die Badegäste offen hält - meist bis 19.30 Uhr.

Insgesamt kümmern sich in Blankenburg und in Derenburg sechs Rettungsschwimmer an sieben Tagen in der Woche um die Besucher. Und auch im Derenburger Sommerbad war der Saisonstart „bombastisch“, so Grubauer, der besonders seinen Kollegen Michael Heinemann lobt. „Er hat in der Vorbereitung auf die Saison sehr gut angepackt und hält alles am Laufen.“

Und das ist bei den anhaltenden Temperaturen und den zahlreichen Badegästen nicht so einfach, weil das Wasser nicht wie in anderen Freibädern üblich mit Chlor gereinigt wird, sondern über große Filterbecken, die mit Tausenden speziellen Wasserpflanzen bestückt sind. Und die verrichten aktuell richtige Schwerstarbeit. Um ihnen die Arbeit noch etwas zu erleichtern, sind die Badegäste angehalten, vor jedem Gang ins 23 Grad kühle Nass zu duschen. „Wir weisen jeden Gast ausdrücklich darauf hin“, erklärt Andreas Grubauer.

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Duschen ist das A und O im Bio-Bad

Leider fühlen sich immer noch einige Besucher von dieser Ansprache belästigt. „Einige regen sich sogar richtig darüber auf“, haben die Bad-Mitarbeiter erfahren müssen. „Das Duschen ist aber das A und O“, erklärt Andreas Grubauer. Deshalb wurden rund um die Schwimmbecken nun auch noch zusätzlich Schilder aufgestellt, die darauf hinweisen. Außerdem wird auf die Rutschgefahr verwiesen und darauf, die Steine am Beckenrand liegenzulassen. Auf den Werbetafeln am ehemaligen Jahnsportplatz ist außerdem das Wörtchen „chlorfrei“ noch ergänzt worden, um die Besonderheit des Freibades m Thiepark noch weiter herauszuheben.

Während sich das Team der Rettungsschwimmer darüber freut, dass sich die präventive Arbeit bewährt habe und bislang kein Unfall passiert sei, sei ein anderes Phänomen zu beobachten: „Wir haben immer mehr Fälle, in denen Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen. Es kommt immer häufiger vor, dass Kleinkinder unbeaufsichtigt in den Schwimmbereich gehen, währen die Eltern mit ihren Handys beschäftigt sind.“ Zum Glück sei bisher noch nichts passiert.

Das Biobad in Blankenburg und das Sommerbad in Derenburg haben täglich ab 10 Uhr geöffnet und bei dem anhalten schönen Wetter meist bis 19.30 Uhr.