Wernigerode l Der Wald ist ein ständiger Streitpunkt in Wernigerode – sei es bei der Winterberg-Seilbahn in Schierke, bei der inzwischen abgesagten Skihalle am Astberg oder beim Waldumbau im Nationalpark. Aber wie viel Wald hat der Harz überhaupt zu bieten?

Im Vergleich zum Rest Sachsen-Anhalts sehr viel. „Der Harz hat mit rund 63 Prozent den höchsten Bewaldungsanteil“, teilt das Umweltministerium des Landes auf Volksstimme-Nachfrage mit.

Das Mittelgebirge nehme zwar nur sieben Prozent der Gesamtfläche Sachsen-Anhalts ein, aber 19 Prozent des Waldes im Land stehen in der Region, informiert Pressesprecherin Petra Franke weiter. Das Tiefland sei nur zu knapp einem Drittel von Wald bedeckt, Hügelland gar nur zu sechs Prozent, wie aus der aktuellen Bundeswaldinventur hervorgeht.

Aufräumen nach dem Sturm

Wernigerode (um) Orkantief "Friederike" hat sich im Harz ausgetobt. Nun werden die Verwüstungen aufgeräumt. Aktuelle Informationen unter www.volksstimme.de/friederike18

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeiste...

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeiste...

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerod räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerod räumen Mitarbeiter der Strassenmeister...

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeiste...

  • Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeisterei Bäume von der Fahrbahn.
Starke Schäden verursacht das Sturmtief Friederike im gesamten Harzgebirge. Foto: Matthias Bein

    Auf der Kreisstrasse zwischen Heimburg und Elbingerode räumen Mitarbeiter der Strassenmeiste...

  • Aufräumen nach dem Sturm: Umgestürzte Bäume entlang der Brockenstraße. Foto: Brockenwirt

    Aufräumen nach dem Sturm: Umgestürzte Bäume entlang der Brockenstraße. Foto: ...

  • Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahn bei Räumarbeiten auf den Gleisen, hier bei bei Drei Annen Hohne. Sonnabendfrüh wird entscheiden, ob die HSB-Züge von Wernigerode wierder bis zum Brocken verkehren. Foto: Dirk Bahnsen/HSB

    Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahn bei Räumarbeiten auf den Gleisen, hier bei bei Drei An...

  • Aufräumen nach dem Sturm: Dachdecker haben Hochkonjunktur. Foto: Regina Urbat

    Aufräumen nach dem Sturm: Dachdecker haben Hochkonjunktur. Foto: Regina Urbat

  • Im Harzwald hat das Orkantief

    Im Harzwald hat das Orkantief "Firederike" große Schäden angrichtet. Foto: Regina Urbat

  • Nach dem Orkantief

    Nach dem Orkantief "Friederike" laufen die Aufräumarbeiten in den Harzer Wäldern auf Ho...

  • Blick vom Harzresort in Schierke auf den Barenberg, den Orkantief

    Blick vom Harzresort in Schierke auf den Barenberg, den Orkantief "Friederike" hart getroffen hat...

Kaum Platz für neue Wälder

Aufgrund dieses bereits hohen Waldanteils sei im Harz vergleichsweise wenig Platz für neue Baumbestände, so die Sprecherin des Umweltministeriums weiter. 45 Prozent der Harz-Landschaft – sogenannte mittlere Berglagen – seien ein optimales Gebiet für Fichtenbestände und Mischwälder mit Buchen. Diese würden in den feuchteren unteren Berglagen – immerhin ein Drittel des Harzes – optimal wachsen.

„Der hohe Anteil der für optimales Wachstum von Fichten und Buchen verantwortlichen Klimabedingungen ist ausschlaggebend für die hohe Produktivität der Waldstandorte des Harzes“, erläutert Petra Franke. Damit hebe sich das Mittelgebirge deutlich von waldärmeren Regionen wie dem Salzlandkreis ab. Deshalb müsse der Harzwald größeren Anforderungen gerecht werden – etwa beim Tourismus.