Wernigerode l Die Seniorenvertretung in Wernigerode schaltet sich im Busstreit ein, als sie von Problemen Gehbehinderter mit Haltestellen der Harzer Verkehrsbetriebe (HVB) hört.

Eine Frau mit Handicap beschwerte sich darüber, dass die Busse in der Kopernikusstraße und der Karl-Marx-Straße zu weit weg vom Wartehäuschen halten. Darüber hinaus, seien die Straßen in der Burgbreite in so schlechtem Zustand, dass sie Menschen, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind, zusätzlich zum Hindernis werden.

Wer ähnliche Probleme habe, den möchte die Seniorenvertretung unterstützen. Weil sich der Verein als Interessenvertreter aller Senioren verstehe, will er Betroffene bei Problemen rund um die Stadtbusse der Harzer Verkehrsbetriebe unterstützen, so Hartmut Unger, zweiter Vorsitzender der Seniorenvertretung. Das Thema sei ihnen besonders deshalb ein Anliegen, weil sie die Wernigeröder Verkehrsbetriebe GmbH (WVB), einen der Vorgänger der HVB, mit den City-Bussen im Jahr 1999 als seniorenfreundliche Einrichtung zertifiziert haben. „Leider kommt es durch einzelne Mitarbeiter scheinbar zu unschönen Dingen“, schrieb Hartmut Unger anlässlich der Beschwerde von Edelgart Sander. „Es sind sicherlich Einzelfälle“, sagt er, „wir hörten auch schon von positiven Beispielen.“

Aufgerufen, ihre Erfahrungen zu teilen, sind Senioren aus Wernigerode, unabhängig von einer Mitgliedschaft in der Seniorenvertretung. Es kann sich dabei um negative, aber auch positive Erlebnisse mit den City-Bussen handeln, so Hartmut Unger. Die gesammlten Informationen möchte die Vertretung dann bei einem Treffen mit der HVB und der Volksstimme auswerten.

HVB-Hinweise per E-Mail an seniorenvertretung-stadt@wernigerode.de