Blankenburg l Es ist eine ganze Lkw-Ladung guter Nachrichten, die am Montagnachmittag, 27. April, am Feuerwehr-Gerätehaus in Blankenburg eintrifft: 50.000 Schutzmasken von einem Großhändler aus Thüringen bringt ein Transport der Freiwilligen Feuerwehr in die Blütenstadt. Geordert hatte die Ausrüstung für den Kampf gegen das Coronavirus die Stadtverwaltung.

„Wir haben die Masken vor exakt einer Woche bestellt, sind sehr glücklich über die schnelle Bearbeitung unseres Auftrags“, sagt Bürgermeister Heiko Breithaupt (CDU), als sich die Heckklappe des Lasters öffnet und den Blick auf die in Pappkisten verstauten Schutzutensilien freigibt.

Verteilung an Apotheken

Einen Teil der Lieferung erhalten Einrichtungen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich, Kindertagesstätten und Horte sowie die Blankenburger Ortswehren und weitere Institutionen. Der Großteil solle direkt der Bevölkerung zu Gute kommen, erläutert Rathaus-Sprecher Bennet Dörge am Dienstag. Dieser geht an Apotheken.

Bei der Lieferung handele es sich um sogenannte FFP-Masken. Erhältlich sei der Mund-Nasen-Schutz in der Apotheke im Nordharz-Center an der Lerchenbreite, in der Klosteraptoheke in der Ludwig-Rudolf-Straße und der Sonnenapotheke in der Husarenstraße sowie in der Apotheke am Regenstein in der Karl-Zerbst-Straße.

„Sie werden zu einem Stückpreis von 1,50 Euro verkauft", berichtet Dörge weiter. Das Personal in den Apotheken gebe fachliche Beratung sowie Hinweise, wie die Masken korrekt anzuwenden und aufzusetzen sind. Die Feuerwehr organisiere die Verteilung an die Einrichtungen und Apotheken. „Damit sind wir gut aufgestellt", dankt Breithaupt.

Mundbedeckung gegen Spenden

Ein Zusammenhang der Lieferung mit den Tumulten rund um die Ausgabe von Schutzmasken am Mittwoch, 22. April, bestehe nicht, so Verwaltungssprecher Dörge weiter. An der „Maskenklappe“ gaben ehrenamtliche Näherinnen vom „Treffpunkt Rathaus“ selbst gefertigte Mundbedeckungen gegen Spenden ab.

In zehn Minuten waren alle 250 Teile vergriffen. Ortswehrleiter Alexander Beck ließ aus eigenen Beständen 300 Einmal-Masken zum Marktplatz bringen, die kostenlos abgegeben wurden. Dennoch beschimpften Wartende die Näherinnen und Helfer – weil keine Ware mehr da war und ihnen das Design nicht passte. Deshalb haben die freiwilligen Masken-Herstellerinnen alle weiteren Ausgabetermine gestrichen. Bei ihnen gibt es Mundschutz nur noch auf Bestellung.

Wer in der Nähwerkstatt helfen oder Stoff spenden möchte, kann sich über die Facebook-Seite „Treffpunkt Rathaus“ melden oder sich an Dusty Mehnert wenden – Telefon (01 51) 15 99 39 51, E-Mail dmehnert@afgharz.de.