Wernigerode (vs) l Nachdem am Dienstag bereits die Polizei von Ausflügen in den Harz abgeraten hat, warnt nun auch der Harzer Tourismusverband. In einer Pressemitteilung erklärte der Tourismusverband, dass sie inständig bitten, aktuell von einem Ausflug in den Oberharz abzusehen.

Die Zustände seien vielerorts "besorgniserregend", heißt es weiter. Und auch, wenn man die Sehnsucht verstehe, sich in der Natur aufzuhalten, so appelliert der Verband besonnen und vernünftig zu handeln. Unterzeichnet haben die Presseerklärung auch die Bürgermeister der Kommunen Bad Harzburg, Braunlage, Clausthal-Zellerfeld, Goslar und Wernigerode, sowie der Landkreis Goslar und die Polizeiinspektion Goslar. Man mache sich bereits Sorgen um die Sicherheit der Gäste und der einheimischen Bevölkerung.

"Schon bei der Anreise bilden sich kilometerlange Staus, gefolgt von einer nahezu aussichtslosen Parkplatzsuche vor Ort. Seilbahnen, Ski- und Rodellifte sowie Hotels, Gaststätten und Cafés sind geschlossen. Es gibt keine Einkehr- oder Aufwärmmöglichkeiten und es sind nur wenige öffentliche Toiletten in den Ortslagen vorhanden. Menschen drängen sich auf stark belebten Rodelflächen und touristischen Plätzen, vollen Parkplätzen und Wanderwegen - man kommt sich gefährlich nah und der so wichtige Abstand zu einander kann ggf. nicht mehr eingehalten werden", teilt Christin Wohlgemuth vom Harzer Tourismusverband mit.