Ilsenburg l Fast schon ungewohnte Emsigkeit herrschte Ende vergangener Woche in der Geschäftsstelle der Ilsenburger Tourismus GmbH (ITG), Marktplatz 1. Handwerker gingen ein und aus, am Donnerstag waren auch die ersten Mitarbeiterinnen schon wieder im Haus zugange. Allerdings sorgten diese zunächst nur dafür, dass ab dem heutigen Montag wieder etwas mehr Normalität in die Räumlichkeiten ziehen kann. „Wir haben ein wenig geputzt und Absperrungen eingerichtet, damit wir die Besucher kontrolliert und entsprechend der aktuellen Hygienevorschriften durch die Geschäftsstelle lenken können“, sagt ITG-Geschäftsführerin Christin Alshut.

Zwei Wechselschichten mit halber Kraft

Von heute an soll die Geschäftsstelle im alten Rathaus am Marktplatz montags bis freitags von 9 bis 12 sowie von 12.30 bis 16 Uhr geöffnet werden. „Die Zeiten hängen auch mit der Kurzarbeit zusammen, denn zur Mittagspause wechseln wir die Besatzung des Büros“, erklärt Christin Alshut.

Sie rechnet vor allem in den ersten Tagen mit verstärktem Besuch von Einheimischen, die Fragen zu gekauften Veranstaltungstickets haben. „Wir richten uns bei der Bearbeitung nach den Vorgaben der jeweiligen Veranstalter, denn in deren Auftrag verkaufen wir die Tickets ja als Dienstleister. Viele Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, denn es sind ja schon die ersten Ausweichtermine festgelegt worden. Eine einheitliche Regelung gibt es allerdings nicht“, so die Geschäftsführerin. Sie weist zudem darauf hin, dass ihr Team nur Fragen zu in der Tourismus GmbH gekauften Tickets beantwortet werden können. Wer Karten für Veranstaltungen in Ilsenburg bei anderen Anbietern erworben hat, muss sich aus rechtlichen Gründen mit diesen in Verbindung setzen.

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Für Besucher der Geschäftsstelle gelten die gleichen Regeln wie beispielsweise in Supermärkten. Es ist eine Maske zu tragen und auf die entsprechende Distanz von etwa zwei Metern zu anderen Besuchern zu achten.

„Wenn sich jeder daran hält, dann sollten wir das Ganze problemlos bewältigen“, meint Christin Alshut, die mit ihrem Team in den vergangenen Wochen nicht untätig war. „Wir waren alle im Homeoffice oder in Darlingerode.“ Dort wurde die Zweigstelle der Tourismus GmbH im Erdgeschoss der Sandtalhalle leergeräumt. Diese, so wurde bereits im vergangenen Jahr bekannt, soll mangels Auslastung für immer geschlossen bleiben. „Wir geben die Zimmer noch im Mai an die Stadt Ilsenburg zurück“, erklärt Christin Alshut.

Homeoffice für Arbeiten an Webseite genutzt

Eine weitere Homeoffice-Aufgabe war der Ausbau des Internet-Auftritts der Tourismus GmbH. So wurde der englischsprachige Teil der Webpräsenz fertiggestellt. Das habe schon lange auf der Aufgaben-Liste der Touristiker gestanden. Zudem gab es in Sachen Buchhaltung einiges aufzuarbeiten, denn auch bei geschlossener Geschäftsstelle fallen Verwaltungsarbeiten an.

In den vergangenen Wochen wurde zudem eine wichtige Entscheidung getroffen: Das Bewerbungsverfahren für einen neuen Auszubildenden wurde gestoppt und den bisherigen Interessenten eine Absage erteilt. „Wir können in dieser Zeit einfach keine Ausbildung starten, weil es mit der zu erwartenden Wiederbelebung des Tourismus so viel Arbeit geben wird, dass dann keine Zeit mehr für die Betreuung von Azubis bleibt. Wir haben alle erst einmal auf das nächste Jahr vertröstet, wenn sich hoffentlich alles wieder normalisiert hat“, bedauert die ITG-Geschäftsführerin.

Sie hofft in diesem Zusammenhang auch darauf, dass die Noch-Auszubildende Virginia Mellin aus Veckenstedt ihre letzten Prüfungen möglichst zeitnah absolvieren kann. Diese sind aufgrund der Covid 19-Pandemie verschoben worden und sollen möglichst bald nachgeholt werden.

Auszubildende wird nach Prüfung übernomm

Sorgen um eine Weiterbeschäftigung muss sich die junge Frau aber nicht machen, denn ihr künftiges Arbeitspapier liegt laut Christin Alshut bereits unterschriftsreif vor. Virginia Mellin habe schon während ihrer Ausbildung bewiesen, dass sie sofort nach ihrem Abschluss ein vollwertiges Teammitglied werden wird. Die Arbeit an der englischsprachigen Version des Webauftritts ist zum Beispiel weitgehend von ihr allein erledigt worden.