Wernigerode l Immer wieder Beifall und lobende Worte: In der Stadtfeldsporthalle sind am Dienstag die erfolgreichsten Wernigeröder Sportler des Jahres 2017 geehrt worden – die besten von 7500 Aktiven, die in den 53 Sportvereinen der Stadt regelmäßig ihrem Hobby nachgehen.

Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) würdigte die Sportler als gute Botschafter der Stadt. „Der Sport in Wernigerode hat eine gute Heimstatt gefunden, auch Dank der zahlreichen Investitionen in die Sportstätten.“ So nannte er unter anderem den Neubau der Turnhalle „Unter den Zindeln“, zahlreiche erneuerte Sportanlagen und auch die jüngst eingeweihte Schierker Feuerstein-Arena.

Frauke Albrecht, Peter Simm und Uwe Wetzstein, die sich alle drei seit vielen Jahren in ihrem Verein engagieren, durften sich in das Ehrenbuch der Stadt eintragen.

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Einsatz an 365 Tagen im Jahr

Frauke Albrecht ist seit 1990 im Nordischen Skiverein Wernigerode aktiv und nunmehr seit längerem im Vorstand. Sie gilt als zielstrebig und fleißig, wie es in der Laudatio hieß. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit und im Vereinsehrenamt ist sie selbst sportlich aktiv, vor allem bei vielen Langlaufveranstaltungen, so unter anderem beim Harzgebirgslauf, Brockenlauf, Schweriner Seenlauf und anderen Wettkämpfen.

Peter Simm vom Harz-Gebirgslaufverein wurde in der Laudatio als „sportliche Rakete“ bezeichnet. Er engagiert sich von 365 Tagen im Jahr an 165 für seine Schützlinge oder ist mit der Organisation von Wettkämpfen beschäftigt. Der Wernigeröder, der zweimal Jugend-Vizemeister geworden war, gebe nun seine Erfahrungen und sein Wissen an junge Sportler weiter - und dies schon seit über 40 Jahren, hieß es in der Würdigung.

Jahrelange Tätigkeiten in vielen Bereichen des Sports prägen das Leben von Uwe Wetzstein. Seine Liebe zum Turnen wurde 1969 durch die Teilnahme am Deutschen Turn- und Sportfest geweckt 1976 wurde er Fachübungsleiter Geräteturnen und engagieret sich seitdem. Seit 1990 ist er als Übungsleiter im WSV Rot-Weiß in der Abteilung Turnen. Dort trainiert er jeden Freitag Kinder. Auch als Läufer, Mitglied im Ski-Klub, im Alpenverein und vielfältig anders ist Uwe Wetzstein aktiv und hat, wie es in der Laudatio hieß, „vielen jungen Menschen seine Begeisterung weiter gegeben“.

Rot-Weiß hat meisten Mitglieder

Auch Dr. Hans-Peter Stöckmann, der zu den Gründungsmitgliedern des Behinderten- und Rehabilitationssportverein gehört, sollte geehrt werden. Da er aber an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnte, soll die Auszeichnung während einer der nächsten Stadtratsitzungen nachgeholt werden. Die Ehrungen wurden bereichert von Geräteturnern des MTV Germania Silstedt, den Darbietungen der „Dymatix“-Cheerleader und des Kickboxens vom Harzer Sportverein Wernigerode. Das Happy Groove Orchestra sorgte für die musikalische Umrahmung.

Peter Gaffert lobte zudem alljene, die als Hausmeister und Hallenwarte technisch das Sporttreiben unterstützen, außerdem die Eltern, die ihre Kinder zum Training und zu Wettkämpfen fahren.

Auch Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die sich um das Vorbereiten und Ausrichten der Sportlerehrung kümmerten, sagte er Dankeschön, ebenfalls den Sponsoren, die zum Gelingen des Beisammenseins nach den Ehrungen beitrugen.

Hintergrund: Im Harzkreis gibt es knapp 400 Sportvereine mit etwa 35.227 Mitglieder. Mitgliedsstärkster Verein in Wernigerode ist der Wernigeröder Sportverein Rot-Weiß 1949 mit 1229 Mitgliedern. Der Verein hat sogar noch Zuwachs erhalten durch Aufnahme von Mitgliedern aus den insolventen Vereinen für Karate, Trend- und Gesundheitssport. Zur Sportlerehrung eingeladen wurden 120 Sportler und Trainer, ebenfalls dabei waren Vertreter aus Verwaltung und Politik sowie die Mitglieder des Runden Tisch Sports und Eltern.