Wernigerodel Landesstraße 85 zwischen Heimburg und Benzingerode: Gegen 2.15 Uhr brennt es im Straßengraben – vermutlich wegen einer weggeworfenen Zigarettenkippe. Langenstein, Am kleinen Holz: Um 10.56 Uhr werden die Feuerwehren aus umliegenden Orten alarmiert, nachdem auf einem teilweise abgeernteten Acker Flammen gesichtet worden waren. 37 Wehrmitglieder stoppen mit Unterstützung von Landwirten die Feuerwalze – zwei Meter vor einem angrenzenden Kiefernwald.

Während die Löscharbeiten noch laufen, müssen die Derenburger Wehrleute zum nächsten Einsatz: Zwischen Derenburg und Blankenburg stehen im Bereich Osterholz Feld- und Waldflächen in Flammen. Und damit nicht genug: Am Nachmittag brennt es an der B 244 zwischen Elbingerode und Wernigerode.

20 Hektar am Osterholz in Flammen

So liest sich das Einsatzprotokoll der Harzer Feuerwehren allein für Donnerstag, 5. Juli. Insbesondere der Kampf im Osterholz hatte es nach Angaben des Blankenburger Stadtwehrleiters Werner Greif in sich. Offenbar aufgrund von Arbeiten auf einem Acker war ein Feldbrand entstanden, der auf den nahen Wald übergriff. Letztlich waren 65 Kameraden der Feuerwehren Hüttenrode, Heimburg, Wienrode, Blankenburg und Derenburg und später noch ein Tanker der Halberstädter Wehr im Einsatz, um von einem Hydranten in Heimburg Löschwasser heranzukarren.

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Das Feuer, das auf dem Feld und im Osterholz rund 20 Hektar erfasst hatte, wurde von zwei Seiten bekämpft, ein Polizeihubschrauber dirigierte die Löschkräfte aus der Luft. Nach der stundenlangen Schlacht konnten Greif und die Einsatzkräfte gegen 17.30 Uhr aufatmen. „Bis Freitagfrüh stellt die Feuerwehr noch eine Brandwache, dann übernimmt der Förster“, so Greif am Abend.

Parallel dazu kam noch ein Notruf von der nahen B 6 – ein mit Holz beladener Lkw brenne. „Zum Glück ging es nur um einen Entstehungsbrand im Batteriebereich des Lasters, der schnell unter Kontrolle war“, so Werner Greif.

Feuer zwei Meter vor Kiefernwald

Während im Osterholz das Löschwasser im Pendelverkehr über Stunden hinweg aufwändig herangefahren werden musste, waren die Verhältnisse im Bereich Langenstein fast schon „komfortabel“. Weil im dortigen Bereich eine Haupt-Trinkwasserleitung verläuft, können die Wehrleute auf mehrere Zapfstellen vor Ort zugreifen. Trotzdem breiteten sich die Flammen nach Angaben von Stadtwehrleiter Thomas Dittmer rasend schnell aus. Neun der insgesamt elf Hektar großen und teilweise abgeernteten Ackerfläche waren am Ende betroffen. „Wir haben es aber zum Glück geschafft, die Flammen unmittelbar vor dem angrenzenden Kiefernwald zu stoppen – teilweise waren nur noch zwei Meter Abstand“, so Dittmer.

Gegen 14.30 Uhr dann Einsatz Nummer vier: Unweit der B 244 bei Schmatzfeld standen knapp vier Hektar Gerste lichterloh in Flammen. Die Leitstelle alarmierte die Wehren aus Wernigerode, Schmatzfeld, Langeln, Wasserleben sowie Veckenstedt und die hauptberufliche Wachbereitschaft aus Wernigerode. Unterstützt wurden die Kameraden vor Ort von Landwirten, die mit ihrer Technik Brandschneisen pflügten. Nach gut einer Stunden waren die Flammen unter Kontrolle.