Tagestouristen

Ferienende im Harz ohne Verkehrschaos

An Harzer Ausflugszielen wie Schierke hält sich am Wochenende der Andrang in Grenzen. Nur vereinzelt wurde gegen Corona-Regeln verstoßen.

Schierke l Gut besucht, aber nicht heillos überlaufen wie am Wochenende zuvor: Das befürchtete erneute Verkehrschaos in Schierke ist am Sonnabend und Sonntag, 9. und 10. Januar, ausgeblieben. Die Parkplätze im Brockenort seien am Sonnabend zu 60 und am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein zu 70 Prozent ausgelastet gewesen, berichtet ein Sprecher des Polizeireviers. „Es gibt keine Probleme, der Verkehr fließt.“

Auch auf den Wegen in Richtung Brocken sei die Lage „entspannt“ gewesen, ergänzt Wernigerodes Rathaus-Sprecherin Kristin Dormann. Wie die Verwaltungsmitarbeiterin auf Anfrage informiert hat, war die Polizei in Schierke mit drei Fahrzeugen unterwegs, um Verkehrssituation und Einhaltung der Corona-Regeln zu überwachen – sowie notfalls einschreiten zu können. Das sei aber nicht nötig gewesen, so der Sprecher des Harzreviers in Halberstadt weiter.

Im Gegensatz zum vorherigen Wochenende, als alle gut 700 Plätze im Parkhaus „Am Winterbergtor“ belegt waren, sich lange Staus im ganzen Ort bildeten und Ordnungsamts-Mitarbeiter allein am Sonnabend, 2. Januar, 150 Falschparker ertappten. Die Polizei riegelte Schierke wegen des Verkehrschaos‘ zeitweise ab, schickte Tagestouristen wieder nach Hause. Die Stadtverwaltung reagierte mit einer vorübergehenden Sperrung von Brockenstraße, Bahnhofstraße, Barenberg und Alter Wernigeröder Straße.

Auch im Nachbarlandkreis Goslar verlief das jüngste Wochenende rund um Anziehungspunkte wie Torfhaus deutlich ruhiger als das vorherige. „Wir konnten am Samstagvormittag Anreiseverkehr, zum Teil auch Fahrzeuge mit überörtlichen Kennzeichen, in den Harz feststellen“, wird Sven Jürgensen, Einsatzleiter der Polizeiinspektion Goslar, in einer Mitteilung zitiert. Doch die Besucher hätten sich besser verteilt, sodass kaum Straßen gesperrt und Autos abgeschleppt werden mussten. Der Großparkplatz Torfhaus sei nur zeitweise ausgelastet gewesen, sodass Ausflügler umgeleitet werden mussten.

Vereinzelt ahndeten jedoch Ordnungsamt-Mitarbeiter Verstöße gegen die Corona-Verordnung. Vor allem die generelle Maskenpflicht an Ski- und Rodelhängen im Kreis Goslar sei verletzt worden, teilweise das Abstandsgebot. Die Mehrheit der Harz-Besucher halte sich jedoch an die Regeln, resümiert Frank-Michael Kruckow von der Goslarer Kreisverwaltung.