Jubiläum

Hasselfelde bereitet 800-Jahr-Feier vor

Hasselfelde feiert 2022 sein 800-jähriges Stadtjubiläum. Die Vereine sind bei der Organisation mit im Boot, hieß es am Montag bei einer Beratung im Ortschaftsrat.

Von Katrin Schröder
Der Marktplatz von Hasselfelde mit der Kirche soll ein Schauplatz der 800-Jahr-Feier im Jahr 2022 werden.
Der Marktplatz von Hasselfelde mit der Kirche soll ein Schauplatz der 800-Jahr-Feier im Jahr 2022 werden. Foto: Katrin Schröder

Hasselfelde - 800 Jahre sind ein Grund zum Feiern: Darin sind sich die Mitglieder des Hasselfelder Ortschaftsrates und die Vertreter der Vereine der Stadt einig. Das Jubiläum, das auf die Verleihung des Stadtrechts im Jahr 1222 gründet, soll 2022 groß gefeiert werden – auch wenn es, wie der Arbeitskreis Heimatgeschichte zu bedenken gibt, nicht hundertprozentig gesichert sei. Klar ist aber, dass Hasselfelde auf eine lange Geschichte zurückblickt.

Diese sollte im Zentrum des geplanten Festes stehen. Darüber herrschte bei den Vereinsvertretern, die am Montagabend zur Sitzung eingeladen waren, weitgehend Einigkeit. Der Gedanke, dass Vereine, die Jahrestage zu feiern haben, dies im Rahmen des Stadtjubiläums tun sollten, stieß zwar auf wenig Gegenliebe. „Die 800-Jahr-Feier ist etwas eigenes“, sagte unter anderem Schützenchef Günter Tafelski.

Doch das tut der Sache keinen Abbruch: Bei der Organisation seien die 23 Vereine mit im Boot, versicherten die Vorsitzenden. „Wenn sich alle bei so einer Veranstaltung präsentieren können, hat das eine besondere Wirkung“, ist sich Peter Anders vom Skiverein Hasselfelde sicher. Ortsbürgermeister Heiko Kaschel (FWG Oberharz) freute sich über den Zuspruch: „Dass die Bereitschaft da ist, ist toll. Wir brauchen jeden Verein.“

Spätsommer ist sicherer

Der Termin für die 800-Jahr-Feier steht bereits: Am ersten Septemberwochenende 2022, 3. und 4. September, soll das Fest über die Bühne gehen. Mit Blick auf das Wetter und die Corona-Pandemie sei dies sicherer als das ursprünglich angedachte Pfingstwochenende, so Kerstin Rieche vom Landschaftspflegeverband Harz.

Ideen gibt es bereits. Als Schauplatz solle der Kurpark genutzt werden, sagte Peter Feldmer vom Harzer Köhlerverein. „Da ist so viel Platz, da können viele etwas machen.“ Ebenso sollten der Marktplatz und die St. Antonius-Kirche einbezogen werden, sagte Pfarrer Karsten Höpting von der evangelischen Kirchengemeinde. „Unsere Idee war, dass man den Markt als altes Stadtzentrum aufleben lässt.“ Stände mit Handwerk und mittelalterlichem Anstrich könnten Besucher ins Hasselfelde früherer Zeiten versetzen, die Kirche könne als Ausstellungsraum dienen.

Festmeile verbindet

Eine Festmeile könnte beide Veranstaltungsorte verbinden, regte Stadtwehrleiter Dirk Rieche an. Zum Stadtfest sollte auch ein Umzug gehören. „Jeder Verein kann sich dazu Gedanken machen“, sagte Rainer Fessel vom Spielmannszug Hasselfelde. Schriftlich hatte der Arbeitskreis Kurpark Vorschläge vorgelegt. Dazu zählen unter anderem ein Malwettbewerb an der Grundschule und die Vorstellung bedeutender Hasselfelder. Das Fest könnte zudem zum Anlass genommen werden, um die Bühne im Kurpark wieder herzurichten.

Wie es weitergeht, soll bei einer Versammlung am Montag, 28. Juni, besprochen werden. Beginn ist um 19 Uhr im Kursaal, Am Markt 12. Interessierte sind dazu willkommen.