Heimatgeschichte

Hasselfelde ist auf dem Weg zur 800-Jahr-Feier

Die Vorbereitungen für das 800-jährige Stadtjubiläum in Hasselfelde laufen. Geklärt werden soll zuerst, wie sich die Organisatoren für das Fest, das 2022 stattfinden soll, selbst organisieren.

Von Katrin Schröder
Die Harzer Volksstimme berichtete im September 1972 über die Feiern zum 750-jährigen Bestehen der Stadt.
Die Harzer Volksstimme berichtete im September 1972 über die Feiern zum 750-jährigen Bestehen der Stadt. Foto: Katrin Schröder

Hasselfelde - 800 Jahre Hasselfelde: Das Stadtjubiläum soll im kommenden Jahr gebührend gefeiert werden. Deshalb haben sich Ortschaftsräte, Vereinsvertreter und Einwohner diese Woche zum zweiten Mal getroffen, um die Vorbereitungen auf den Weg zu bringen für das Fest, das am 3. und 4. September 2022 über die Bühne gehen soll.

Dazu seien mehrere grundsätzliche Probleme zu lösen. Das erste nannte Ortsbürgermeister Heiko Kaschel (FWG Oberharz) beim Namen. „Wir haben kein Geld. Das ist das Thema Nummer eins.“ Von der Stadt sei keine finanzielle Unterstützung zu erwarten, lediglich die jährliche Zuwendung des Versorgers Harz Energie sei derzeit verfügbar und für das Ereignis aufgespart worden. Daher stehe der Vorschlag im Raum, ein Spendenkonto einzurichten. Denkbar wäre zudem eine Spendenaktion – Stichwort: Crowdfunding – im Internet.

Förderverein oder Kirche

Geklärt werden müsse aber, wer ein Konto einrichten und eine Aktion starten dürfe – verbunden mit der Frage, wer für die Organisation des Festes verantwortlich zeichnen solle. Zwei Möglichkeiten kristallisierten sich in der Diskussion heraus: Entweder könnte eigens ein Förderverein gegründet werden, sich nach dem Stadtjubiläum wieder auflösen würde, oder die Kirchengemeinde würde das organisatorische Dach bieten, unter dem ein Arbeitskreis das Fest vorbereiten könnte. Welche Vor- und Nachteile beide Varianten haben, soll geprüft werden.

Für das künftige Festkomitee haben sich bereits einige Freiwillige gefunden, die sich zeitnah zusammensetzen wol len. Wichtig sei, dass ein Finanzplan erarbeitet werde. „Wir müssen schauen, was das alles kostet“, so Peter Feldmer vom Harzer Köhlerverein. In Untergruppen könne man dann über das Programm etwa für Umzug, Markt, Kirche und Kurpark beraten.

Einigkeit herrschte darüber, das Fest überwiegend im Kurpark zu konzentrieren, um weite Wege für die Gäste zu vermeiden. Dort sei genügend Platz für die Vereine, um sich zu präsentieren. Ideen gibt es einige – vom Kohlemeiler über historische Feuerwehrtechnik und Kinderspiele bis hin zur Rassekaninchenausstellung.

Dach über der Bühne

Mit örtlichen Betrieben wolle man ausloten, ob und wie die dortige Bühne überdacht werden könnte. „Wir wollen versuchen, bleibende Werte zu schaffen“, so Kaschel. Das wäre im Sinne zahlreicher Einwohner, weiß Ortschaftsratsmitglied Ilka Kersten aus Gesprächen. „Die Überdachung der Bühne würde vielen am Herzen liegen, damit wir sie nutzen können.“

Weitere Vorschläge waren nach der ersten Beratung eingetroffen, berichtete die Has-selfelderin. An die Einwohner solle man zum Beispiel den Aufruf richten, dass diese rund um ihre Häuser für Ordnung und Sauberkeit sorgen mögen. Wer Blumenkästen habe, könne diese bepflanzen. Zudem könnten Fahnen in den Hasselfelder Farben Grün und Weiß aufgehängt werden. Ein Angebot hat Heiko Kaschel bereits eingeholt: Wenn genug Bestellungen eingingen, könnte man Fahnen mit Hasselfelder Wappen für 8,50 Euro pro Stück bestellen. Alternativ könnten Fahnen und Wimpel aber auch im Ort von Freiwilligen genäht werden.

In der Heimatstube könnten alte Postkarten und Exponate, die an das 750-jährige Stadtjubiläum von 1972 erinnern, gezeigt werden, schlug Jutta Wenzel vor. Dort stünden zudem Toiletten zur Verfügung. Der Markt würde ebenso einbezogen wie die Kirche, wo Dorothea Schomburg erneut ausstellen könnte. Die Hasselfelder Hobbymalerin hatte nach einem Volksstimme-Bericht ihre Werke dort gezeigt und möchte im kommenden Herbst neue Bilder vorstellen, so Pfarrer Karsten Höpting.