Wernigerode l Eine eindrucksvolle erste Vorstellung der Schlossfestspiel-Oper „Faust“ haben die Gäste am Freitagabend im Wernigeröder Marstall erlebt. Die Premiere des Stückes von Charles Gounod wurde von Kritikern wie Musikliebhabern hochgelobt.

„Fantastisch“, sagte Christian Juranek, Geschäftsführer der Schloss Wernigerode GmbH. „Ich bin gespannt, wie es im Innenhof des Schlosses klingt.“ Aufgrund des schlechten Wetters fanden sowohl die Premiere als auch die zweite Aufführung am Sonnabend im Fürstlichen Marstall statt, was der guten Stimmung im Publikum allerdings keinen Abbruch tat.

Längere Pause

Die von 30 auf 40 Minuten verlängerte Pause nutzten viele Besucher, um miteinander über den Inhalt der Oper zu sinnieren. Viele lobten neben der herausragenden musikalischen Leistung von Solisten, Wernigeröder Singakademie und Orchester die gute gastronomische Versorgung. Das Service-Konzept war für die 22. Ausgabe der Schlossfestspiele komplett überarbeitet worden. So stand neben einem Schankwagen auch eine Bar mit Bowle und Cocktails sowie ein Buffet mit Fingerfood bereit. Ein überdachter Eingangsbereich schaffte ausreichend Platz für das Opernpublikum.

Bilder

Die Inszenierung, die Regisseurin Birgit Kronshage und Bühnenbildnerin Katharina Rode gemeinsam mit Orchesterchef Christian Fitzner auf die Bühne gebracht haben, erzählt in fünf Akten die Geschichte von Faust und dem Pakt mit Méphistophélès, der ihn verjüngt, um die schöne Margarethe zu verführen.

Noch vier Aufführungen

Die Oper spielt im 19. Jahrhundert, angelehnt an diese Zeit sind auch Kostüme und Bühnenbild. Am Ende des inklusive Pause knapp vierstündigen Opernabends erhoben sich die Gäste von ihren Stühlen und applaudierten dem Ensemble minutenlang unter „Bravo“-Rufen.

Weitere Aufführungen von Charles Gounods „Faust“ finden am 18., 19., 25. und 26. August um 19.30 Uhr statt.