Wernigerode l Die Besucherflaute in der Feuerstein-Arena hat die Mitglieder des Schierke-Ausschusses beschäftigt. Nur 5000 Gäste haben die Im Dezember 2017 eröffnete Veranstaltungsstätte zwischen Mitte Mai und Anfang August besucht. Attraktionen wie die Plastikeisbahn stoßen auf weniger Interesse als erhofft.

Christian Härtel (Linke) empfindet die ernüchternden Besucherzahlen nach dem erfolgreichen Winter als „Schlag ins Kontor“. „Mit dem Winter machen wir Kasse, der Sommer ist schwierig. So kommt das bei mir an.“ Die Arena sei den Stadträten als Ganzjahres-Erlebnis „verkauft“ worden. „Das ist doch Etikettenschwindel.“

Es sei ein Sommernutzungskonzept erstellt worden, warf Hendrik Thurm (Haus & Grund) ein. „Dabei haben wir festgestellt: Das ist teuer, das kostet Geld. Deshalb haben wir uns für ein schmales Konzept entschieden.“ Ihn würden die Besucherzahlen nicht überraschen.

Arena-Chef verweist auf Testphase

„Wir befinden uns in der Testphase“, schaltete sich Arenachef Andreas Meling in die Diskussion ein. „Der Sommer ist kein Selbstläufer.“ Das habe sich gezeigt. „Für uns ist das nicht befriedigend, aber auch nicht so katastrophal, als würde der Untergang der Arena bevorstehen.“ Was man bräuchte, seien Anreize. „Aber dafür müssen wir Geld ausgeben.“ Die Frage sei, ob das politisch gewollt ist.

„Wir müssen etwas ändern“, fordert Stadträtin Sabine Wetzel (Bündnis 90/ Die Grünen). „Ich weiß, es wird weh tun. Aber wir müssen Geld in die Hand nehmen, um dort für den Sommer ein attraktiveres Angebot zu schaffen.“ Es sollte gemeinsam darüber nachgedacht werden, welche Angebote mehr Gäste anlocken könnten, so Wetzel. „Wir müssen ein Alleinstellungsmerkmal schaffen.“ Die Plastikeisbahn sei von der Stadt Wernigerode als Betreiber glücklicherweise nur gemietet und nicht gekauft. „Sie schränkt den Platz in der Arena erheblich ein.“