Barleben l Der Abriss einer alten Scheune in Barleben ist misslungen. Denn bei den Abrissarbeiten wurde das Nachbarhaus beschädigt. Ein ein Meter breites Loch klaffte in Martina Gitschats Garage (Volksstimme berichtete). Der Eigentümer versicherte auf Volksstimme-Nachfrage, dass die entstandenen Schäden beseitigt werden. Doch Martina Gitschat muss sich noch einige Wochen gedulden.

Auslöser für das Loch in der Wand waren Abrissarbeiten des Unternehmens Konsum Optimal-Kauf eG. In der Rudolf-Breitscheid-Straße sollte eine Scheune einem Wohnhaus weichen. Die beiden Nachbargebäude verband eine gemeinsame tragende Wand. Wird diese Abschlusswand beschädigt, kann es zum Einsturz des Nachbargebäudes kommen.

Gebäude ist nicht einsturzgefährdet

„Ich habe Angst, dass mir mein Haus auf den Kopf fällt“, sagte Martina Gitschat im Volksstimme-Interview. Die Wände in der Garage wiesen Risse auf, die sich von Tag zu Tag vergrößerten. Inzwischen hat der Landkreis einen Statiker geschickt, der die Standfestigkeit des Hauses geprüft hat. Ergebnis: Das Gebäude ist nicht einsturzgefährdet. Martina Gitschat fiel ein Stein vom Herzen.

Angst vor Einbrüchen

Da die Standfestigkeit des Hauses nun geklärt ist, muss der Landkreis in diesem Fall nicht eingreifen, sondern es handelt es sich um eine zivilrechtliche Angelegenheit. Martina Gitschat muss sich also mit dem Haldensleber Unternehmen einigen.

Laut Gitschat hat das Unternehmen ihr mitgeteilt, dass die Schäden an ihrer Wand in drei Wochen beseitigt werden sollen – zuerst sollen die Arbeiten an der Scheune abgeschlossen werden. Warum diese Arbeiten Vorrang haben, sagt das Unternehmen nicht. Auf Volksstimme-Nachfrage verweist das Unternehmen auf die erste Stellungnahme kurz nach dem Vorfall und lässt weitere Fragen unkommentiert.

„Am Wochenende wird in Barleben das Schützenfest gefeiert und meine Garage steht sozusagen offen“, sagt Martina Gitschat. Sie hat Angst vor einem Einbruch. Das Loch in der Garagenwand ist provisorisch mit Holzplatten und Planen abgedeckt worden. Durch einen Spalt kann man auf die Baustelle sehen. „Ich hoffe, dass all das bald ein Ende hat“, sagt Martina Gitschat.