Barleben l Im Zuge der Haushaltskonsolidierung ist die Barleber Gemeindeverwaltung angehalten, alle Sparmöglichkeiten auszuschöpfen. Eine dieser Möglichkeiten ist die Zusammenlegung der Kindereinrichtungen. Mehrere Arbeitsgruppen haben in den vergangenen Monaten die Details einer Zentralisierung von Kinderkrippe, Kindergarten und Hort im jetzigen Gebäude der Grundschule am Breiteweg diskutiert.

Ein anderer Grund als die Konsolidierung des Gemeindehaushalts sind die baulichen Zustände in den Kindereinrichtungen. Die Räume in Kinderkrippe und Kindergarten sind fast durchweg zu klein, lässt sich den Unterlagen zur Beschlussvorlage entnehmen. Im Kindergarten muss regelmäßig die Gruppe der Vorschulkinder schon in einen leeren Raum des Hortgebäudes an der Grundschule ausgelagert werden, weil die Zahl der Räume im Kindergartengebäude an der Hansenstraße zu gering ist.

Im jetzt kombinierten Gebäude für Schule und Hort werden nach dem geplanten Umbau Hort und Kindergarten untergebracht sein. Für die Kinderkrippe ist ein Ersatzneubau geplant, der im hinteren Bereich des Geländes zur Abendstraße hin entstehen soll. Mit dem bestehenden Gebäude wird der Neubau verbunden, so dass Kinder und Erzieher ohne große Hindernisse von einer Einrichtung in die nächste gelangen können.

Mehrzweckraum und Kinderküche

Im neuen Kinderzentrum soll als zentraler Punkt ein Mehrzweckraum entstehen. Dieser befindet sich dann am jetzigen Durchgang zum Hortgebäude. „Dort können die Kinder turnen, mal einen Film schauen oder auch feiern. Auch Elternversammlungen können dort stattfinden“, erklärte Architekt Michael König vom gleichnamigen Architekturbüro aus Magdeburg in der Einwohnerversammlung in Meitzendorf am vergangenen Dienstag das neue Raumkonzept.

Im Mehrzweckraum soll auch gleich die Kinderküche integriert werden, wo die Hort- und Kindergarten-Knirpse auch selbst kochen können. Direkt über dem neuen Mehrzweckraum soll eine Terrasse entstehen, auf der die Kinder auch unter freiem Himmel essen und spielen könnten. Ein Dach soll die Terrasse aber auch Kostengründen nicht bekommen.

Anträge für Fördermittel

Großzügige Räume, eigene Garderoben und Sanitärräume sollen die verschiedenen Gruppen von Krippe, Hort und Kindergarten im neuen Kinderzentrum bekommen. Zwei Sport- und Bewegungsräume gehören ebenfalls zum Angebot für die Kinder.

Als nächstes muss die Gemeinde nun die Fördermittelanträge für das Stark-III-Programm stellen. Diese müssen bis Ende Oktober eingereicht werden, um berücksichtigt werden zu können. Die Außenanlagen sind in den bisherigen Planungen noch nicht berücksichtigt. „Dazu wird es aber noch eine detaillierte Planung geben, in Abstimmung mit den Erziehern und Elternkuratorien“, wie Katrin Röhrig, Bereichsleiterin Regiebetriebe/ Naherholung/Sportstätten in der Gemeinde, erklärte. So solle den unterschiedlichen Altersgruppen von 0 bis 10 Jahren der Kinder von der Krippe bis zum Hort Rechnung getragen werden. „Um dies zu beginnen, war aber erst einmal der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats nötig“, sagte sie.