Wolmirstedt l Im Wolmirstedter Beschwerdeportal „Sag`s uns einfach“ werden kaputte Straßenlampen zuhauf gemeldet. Allein im Januar gingen 13 Meldungen auf diesem Online-Portal ein. Damit gelten den dunklen Ecken der Großteil der Bevölkerungsbeschwerden. Im Rathaus ist das Problem bekannt, doch nicht überall sofort dauerhaft zu beheben.

Um zuverlässige Helligkeit zu gewährleisten, ist in einigen Straßenzügen eine Generalüberholung des gesamten Systems nötig. Unter anderem in Teilen des Wohngebiets „Deutsche Einheit“, stellenweise in der Rogätzer Straße, in der Geschwister-Scholl-Straße zwischen Elbeu und Wolmirstedt, der Meseberger Straße, der Zielitzer Straße und der Schachtstraße stammt die Beleuchtung noch aus DDR-Zeiten und ist stark in die Jahre gekommen. Das heißt, auch die Leitungen in einigen Straßenzügen bedürfen dringend einer Erneuerung.

Im Rathaus wird bereits an einer Prioritätenliste gearbeitet. In der werden alle Straßenzüge aufgeführt, in denen Lampen neu installiert, beziehungsweise vorhandene Lampen auf LED umgestellt werden. In den nächsten Haushalt wird diese Prioritätenliste eingearbeitet.

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Wird die Straßenbeleuchtung erneuert, wird ein Teil der Kosten auf die Anwohner umgelegt. Das gilt auch dann, wenn die Straßenausbaubeiträge gekippt werden sollten. Anders bei Reparaturen: An diesen Kosten müssen sich Anwohner nicht beteiligen.

Reparaturen ohne Ende

Um eine Erneuerung des Beleuchtungssystems in einigen Straßen kommt die Stadt dennoch nicht umhin, denn in manchen Straßen gestaltet sich die Reparaturarbeit zur Sisyphusarbeit. Ist eine Lampe repariert, geht die nächste kaputt. Ersatz ist nicht immer innerhalb weniger Tage zu beschaffen, manchmal bedarf es erst einer Neuanfertigung.

Doch nicht immer liegt es im Innenleben der Beleuchtung begründet, dass Lampen erlöschen. Einige Lampen scheinen Autos im Weg zu stehen und werden regelmäßig umgefahren. Eine Lampe vor dem Bürgerhaus auf der Schlossdomäne hat es schon oft getroffen. Obwohl an dieser Stelle eigentlich gar kein Verkehr erlaubt ist, ist sie regelmäßig demoliert. Derzeit steht nur noch ihr Stumpf.

Ein anderer neuralgischer Punkt ist die Samsweger Straße. Die Laterne gegenüber der Zufahrt zu einem Discounter scheint Lieferfahrzeugen regelmäßig im Wege zu stehen. Auch sie ist derzeit nur als schiefgefahrener Stumpf vorhanden.

Im Wolmirstedter Stadtgebiet gibt es weit über 2500 Straßenlaternen, monatlich müssen zehn bis 15 davon repariert werden. Viele Straßenlaternen dienen den Bewohnern eher unscheinbar und pragmatisch, doch es gibt auch die prunkvollen Exemplare, die Hingucker. Auf der Schlossdomäne setzen schöne dreiarmige Laternen Akzente im historischen Ensemble der Stadt.