Zielitz l Trotz Fußball-Europameisterschaft pilgerten auch in diesem Jahr wieder mehr als 2500 Besucher auf die Rückstandshalde des Kaliwerkes Zielitz, um Theater auf der „höchsten Bühne zwischen Harz und Ostsee“ zu erleben. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Zwei Komödien

Sigrid Vorpahl hatte mit „Trick 17 oder Klappern gehört zum Handwerk“ und „Pippi Langstrumpf“ wieder zwei Komödien geschrieben, die vor Humor geradezu strotzten und die Spielfreude der Schauspieler aller Altersklassen so richtig zur Geltung kommen ließ. Genau 50 Akteure standen in verschiedenen Besetzungen auf der Bühne. Seit Januar hatten sie an den beiden Stücken unter der Regie von Sigrid Vorpahl intensiv geprobt.

Gäste werden nass

Parallel dazu wurden Kostüme geschneidert und Kulissen gefertigt. Simone Kohn und der technische Leiter der Festspiele, Bernd Vorpahl, kümmerten sich um das Bühnenbild, Ilona Budna besorgte die Dekomalerei. Unterstützung gab es von zwei Bundesfreiwilligen. Für die Choreografie zeichnete Friederike Walter verantwortlich. Viermal mussten Schauspieler und Zuschauer wegen der Witterunsgunbilden vom Kalimandscharo in den Bergmannssaal umziehen. Den stellte das Kaliwerk kostenlos zur Verfügung. „Das Werk unterstützte auch beim Bau der Bühne auf der Halde, bei Transporten und bei der Absicherung der Vorstellungen“, bedankte sich Sigrid Vorpahl. Ihr Dank geht auch an die Gemeinde Zielitz sowie die Kameraden des Bergmannsvereines, die die Zuschauer sicher auf die Halde führten. Besonders lobt die Prinzipalin des Holzhaustheaters die beiden „Pippis“. „Annalena Lehnhoff und Lilli Stephan standen bei den Vorstellungen fast ohne Pause auf der Bühne. Sie waren in jeder Szene präsent.“

Nass wurden Zuschauer und Schauspieler bei der letzten Vorstellung am Sonntag. Unmittelbar nach der Schlussszene öffnete Petrus seine Regenschleusen. Die Mimen konnten gerade noch die teure Tonanlage ins Trockene retten.