Mammendorf l Nach dem sehr ereignisreichen Jahr 2017 mit 16 Einsätzen hatte die Mammendorfer Feuerwehr auch 2018 ordentlich zu tun. Das machte Moritz Krull, der derzeit die Aufgaben des stellvertretenden Ortswehrleiters übernimmt, auch anhand seiner Statistik auf der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr deutlich.

So ist wohl das große Unwetter vom 29. Mai nicht nur den 14 aktiven Einsatzkräften, sondern auch anderen Dorfbewohnern noch bestens in Erinnerung. Den aktiven Einsatzkräften bescherte es gleich drei Einsätze an einem Tag. Zudem waren sie beim Sturmtief „Friederike“ im Januar sowie bei einem vermutlichen Gasaustritt im Einkaufsmarkt in Eichenbarleben im Juni gefordert. Auch eine unklare Rauchentwicklung sowie der Brand eines Baumes nach einem Blitzeinschlag führte die Kameraden im Juli ins benachbarte Eichenbarleben. Insgesamt waren es am Ende des Jahres sieben Einsätze in der Bilanz der Mammendorfer Feuerwehr. „Glücklicherweise sind wir im vergangenen Jahr von Feldbränden verschont geblieben“, blickte auch Ortswehrleiter Sebastian Bertram zurück und dankte seinen Kameraden für die Einsatzbereitschaft..

25 Mitglieder zählt die Wehr

Um für solchen und andere Einsätze gerüstet und gut ausgebildet zu sein, wollen die Mammendorfer Kameraden die gemeinsame Ausbildung mit der Irxleber Ortsfeuerwehr und auch anderen Ortsfeuerwehren, mit denen sie gemeinsam in den Einsatz fahren, forcieren. „Ich denke, für uns ist es gar nicht so verkehrt, uns bei der Ausbildung einer einsatzaktiven Truppe anzuschließen“, so Sebastian Bertram. Einige Aktive der insgesamt 25 Mitglieder zählenden Ortswehr sind bereits auch Mitglied der Irxleber Feuerwehr.

Blickt Moritz Krull auf den Ausbildungsstand, so wirkt er zufrieden. Die Mammendorfer Feuerwehr kann derzeit vier Atemschutzgeräteträger vorweisen, es deutet sich aber auch an, dass es hier noch Nachrücker gibt. Unter den aktiven Kameraden sind außerdem drei Maschinisten, zehn Lkw-Fahrer, ein Gruppenführer und sechs Truppführer. Um diesen Wissensstand zu erreichen, haben einige Kameraden auch im Jahr 2018 wieder die Schulbank auf Kreis- oder Landesebene gedrückt.

Ortsbürgermeister Detlef Binkowski schätzt nicht nur die Einsatzbereitschaft, wenn es brennt oder wenn eine Hilfeleistung erforderlich ist, sondern auch den Einsatz für das kulturelle Leben im Dorf. So freute er sich auch, dass sich die Feuerwehrleute mit darum kümmern, dass beispielsweise das Maifeuer und das Martinsfeuer in Mammendorf Tradition bleiben.

Beide Veranstaltung sind auch in diesem Jahr wieder im Veranstaltungskalender der Feuerwehr vermerkt ebenso wie der Feuerwehrball in Wellen, den die Mammendorfer inzwischen jährlich gemeinsam mit der Ochtmersleber und der Wellner Feuerwehr feiern. „Auch beim Ausbildungstag der Feuerwehr Hohe Börde wollen wird dabei sein“, nannte Moritz Krull einen weiteren Höhepunkt für dieses Jahr.