Klein Ammensleben l 52 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Groß Ammensleben, Klein Ammensleben, Dahlenwarsleben, Gersdorf, Vahldorf, Gutenswegen, Ebendorf und Barleben waren am Einsatz beteiligt, der von Martin Vagel geführt wurde.

„Um 14.53 Uhr am Dienstag sind wir alarmiert worden. Ein Zeuge hatte über starke Rauchentwicklung des ehemaligen, etwa 500 Meter von der Kreisstraße 1655 entfernten Hangars informiert“, berichtet Martin Kutscha, Leiter der Groß Ammensleber Wehr. Das Objekt war früher als Hangar für Agrarflugzeuge genutzt worden.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte das Feuer bereits große Mengen aufgeschichteter Strohdiemen in der etwa 25 mal 25 Meter großen Lagerhalle erfasst. Knapp die Hälfte der Halle war als Lagerstätte für das Stroh hergerichtet worden, die restliche Fläche diente als Unterstellfläche für Fahrzeuge. „Wir haben versucht, zu retten, was zu retten ist, allerdings keinen effektiven Löscheinsatz erzielt. Die Löscharbeiten waren schwierig, da Hydrant oder eine andere Löschwasserentnahmestelle dort in unmittelbarer Nähe zum Brandort nicht zur Verfügung standen“, machte Martin Kutscha deutlich.

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Die Löscharbeiten seien zudem durch umstürzende oder herabfallende Gebäude- und Dachteile erschwert worden. Am späten Dienstagnachmittag entschieden die Einsatzkräfte in Absprache mit dem Ordnungsamt der Gemeinde Niedere Börde, das Feuer kontrolliert herunterbrennen zu lassen. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr blieben als Brandwache vor Ort. Die um 17 Uhr begonnene Wache endete am Mittwoch um 9 Uhr. Danach setzte der Eigentümer die Brandwoche fort. Er werde auch die Beräumung der Lagerhalle vornehmen, teilte der Groß Ammensleber Wehrleiter mit. Mitarbeiter der Gemeinde haben nach Beendigung der Löscharbeiten zunächst eine Sicherung sowie den Abriss der Halle angeordnet.

„Wir haben die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen“, informierte Joachim Albrecht, Sprecher der Polizei im Bördekreis. Nach deren Informationen seien unbekannte Personen widerrechtlich und gewaltsam in die ehemalige Flugzeughalle eingedrungen und hätten das dort gelagerte Stroh in Brand gesetzt.