Wolmirstedt l Schicksale, Begegnungen, Geschichten rund um den am 13. April 1945 in Farsleben gestrandeten Zug - sie prägen ein Stück weit das Leben von Hugo Muschal (v.l.), Lea Busse, Alexander Werner, Larissa Wolff, Lina Schmidt, Lucie Knopf und Johanna Mücke. Sie gehören zur Projektgruppe des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums unter der Leitung von Geschichtslehrerin Karin Petersen. Sie hatte in den Klassen gefragt, wer mitmachen möchte, diese Jugendlichen haben sich gemeldet und Verbindungen mit Zeitzeugen und deren Nachkommen aufgenommen, die Geschehnisse recherchiert und aufbereitet.

Johanna Mücke und Lina Schmidt wurden in der Vorwoche für ihre Arbeit mit einem Preis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Die Mädchen haben die Geschichte aus der Sicht der Farsleber, der amerikanischen Soldaten und der Zuginsassen aufgeschrieben. Johanna Mücke pflegt einen regen Briefkontakt mit dem 94-jährigen Amerikaner Walter Gantz. Der Chirurg betreute 1945 sieben Wochen lang in Hillersleben die Zuginsassen medizinisch. Die Projektgruppe arbeitet - genau wie der Verein „Gestrandeter Zug“ - daraufhin, am 75. Jahrestag der „Zugstrandung“, am 13. April 2020, einen Gedenkstein zu enthüllen und Geschichte sichtbar zu machen.