Volksstimme: Herr Knackmuß, was liegt Ihnen besonders am Herzen?
Rolf Knackmuß:
Ich möchte zuallererst allen Farslebern ein gesundes neues Jahr wünschen und weiterhin viel Spaß bei allen Veranstaltungen. Und ich möchte allen ehrenamtlich Tätigen ein großes Dankeschön aussprechen: das sind vor allem die Mitglieder der Ortfeuerwehr, des Kulturvereins Webers Hof sowie die Frauen, die sich um die Senioren kümmern.

Woran denken Sie gerne zurück?
Was mich sehr gefreut hat, ist, dass der Parkplatz und die Zufahrt der Kita befestigt wurden. Das ist mit Hilfe der Stadtverwaltung und vieler Firmen endlich gelungen. Selbst bei starkem Regen bleibt dieser Platz nun begehbar, das Wasser fließt ordentlich ab. Damit ist ein langer Kampf gut zu Ende gegangen. Außerdem wurde die Trauerhalle auf dem Friedhof in einen guten Zustand versetzt. Der alte Schuppen wurde entfernt, die Mauern wurden verputzt, die Wände gemalert. Eine ganz große Baustelle war die Hauptstraße, auch die ist zum Jahresende fertig geworden. Dafür sind großzügig Fördermittel geflossen, sodass die finanzielle Belastung der Anlieger gering gehalten werden konnte. Leider sind auf den neuangelegten Grünflächen schon jetzt Fahrspuren zu erkennen, dort soll aber im nächsten Jahr Rasen wachsen. Auch auf Webers Hof gab es eine enorme Verbesserung: Mit Hilfe vieler Sponsoren konnte ein Treppenlift eingebaut werden.

 

Bei der Versorgung mit schnellem Internet ist Farsleben noch ein weitgehend weißer Fleck. Wann können die Bürger mit schnelleren Datenübertragungen rechnen?
Das schnelle Internet soll im vierten Quartal nach Farsleben kommen. Ich hätte es mir schneller gewünscht und habe dazu ein Gespräch im Wirtschaftsministerium geführt. Das war konstruktiv, aber es bleibt dabei: Die Firma MDDSL wird das Glasfaserkabel von Glindenberg nach Farsleben legen.

Die Kameraden der Ortsfeuerwehr wollten gerne in Eigenregie ein neues Gerätehaus bauen. Dagegen gab es rechtliche Bedenken. Nun übernimmt die Stadt. Sind Sie froh?
Der Neubau eines Gerätehauses ist bei der Stadt besser aufgehoben, auch, weil die meisten Feuerwehrleute beruflich und familiär stark eingespannt sind. Allerdings ist dieser Neubau tatsächlich dringend vonnöten. Es gibt keine ordentlichen Sanitäranlagen, der Sozialtrakt ist längst nicht mehr zeitgemäß. Auch die Stellplätze für die Autos passen nicht mehr zur aktuellen Situation. Es besteht also dringender Handlungsbedarf. Wichtig ist: Bei der Planung sollten die Farsleber Kameraden mit einbezogen werden.

Durch ehrenamtliche Arbeit gibt es in Farsleben ein reges öffentliches Leben...
Das stimmt. Dazu tragen auch die Feuerwehrleute bei, richten das Osterfeuer und ein Knobelturnier aus. Das Volleyballturnier war ein Bärengaudi. Sehr lobenswert ist natürlich die Arbeit des Kulturvereins Webers Hof, der mit vielen Veranstaltungen auch ein überregionales Publikum nach Farsleben lockt. Auch die Seniorenarbeit läuft hervorragend. Es kommen immer mehr Besucher zu den Veranstaltungen und es ist toll, dass sich die jüngeren Rentner so gut darum kümmern. Außerdem bereitet der im Museum neugegründete Verein „Gestrandeter Zug“ den 75. Jahrestag dieses Ereignisses vor und will einen Gedenkstein für die Opfer errichten.

Der Jugendclub wird vom Deutschen Roten Kreuz geführt, dennoch sind Sie als Ortsbürgermeister einer der Ansprechpartner vor Ort. 2018 gab es Klagen der Anwohner. Läuft es inzwischen rund?
Im Jugendclub treffen sich vor allem die älteren Jugendlichen, und in jüngster Zeit läuft es dort gesittet ab.

Die ganz jungen Farsleber besuchen die Spielplätze. Sind Sie mit deren Zustand zufrieden?
Ja, die werden vom Wirtschaftshof regelmäßig kontrolliert und instand gehalten. Ein weiteres Spielgerät soll demnächst angeschafft werden.

Was bewegt die Farsleber noch?
Ein Thema in den Familien ist tatsächlich der Platzmangel in der Gutenberg-Schule. Die Außenstelle in der ehemaligen Harnisch-Schule steht bei vielen nicht hoch im Kurs und schreckt bei einer Schulwahl ab. Eine vernünftige Lösung sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Ansonsten erlebe ich die Farsleber als zufriedene Bürger. Familien und Nachbarn helfen sich bei Bedarf gegenseitig. Die Gemeinschaft funktioniert.