Ebendorf l Die Verbesserung der Jugendarbeit in Ebendorf stand im Mittelpunkt eines Vor-Ort-Gespräches zwischen Ortsbürgermeister Manfred Behrens, seinem Stellvertreter Wido Wischeropp und Sven Heinrich, Jugendsozialarbeiter der Gemeinde Barleben. Während es in Barleben und Meitzendorf seit Jahren Jugendtreffs mit Betreuung gibt, fehlt in Ebendorf eine solche Einrichtung.

Die Heranwachsenden müssen sich im Gemeindebund deshalb fast wie Stiefkinder fühlen. Die 26 Jungen und Mädchen – deutlich mehr als in Meitzendorf – treffen sich bislang vor dem Bürgerhaus, über die Winterzeit auch mal bei den jungen Leuten im Alter zwischen 12 und 17 Jahren zu Hause in einer Garage oder im Keller. Gelegentlich steht auch ein Raum im Bürgerhaus zur Verfügung.

„Aber es fehlt ein ständiger Treffpunkt. Der Ortschaftsrat weiß um dieses Manko und hat in seiner letzten Sitzung nach Lösungen gesucht. Als Übergang wurde die Aufstellung eines Carports auf dem Bolzplatz in Erwägung gezogen. Da wären die Jugendlichen für sich und hätten zumindest ein Dach über dem Kopf“, so Manfred Behrens. Der Bolzplatz – sowieso Anziehungspunkt für die Heranwachsenden – soll noch mit einer Seilbahn erweitert und damit noch attraktiver werden.

„Das Carport wäre tatsächlich eine gute Variante, aber nicht geeignet für die kalte Jahreszeit“, sagt der Sozialarbeiter und lässt seinen Blick über den weitläufigen Platz schweifen. Dort hat gerade der Zirkus Renz seine Zelte aufgeschlagen. Die großen Zirkuswagen bringen die Männer auf eine Idee. Vielleicht hat ja Jemand einen alten Bauwagen oder einen Wohnwagen, den er den jungen Leuten zur Nutzung überlassen würde, überlegt das Trio laut. Auf jeden Fall will man die Jugendlichen in Ebendorf nicht hängenlassen.

Im Dezember soll für die jungen Leute in der Gemeinde Barleben eine Berlinfahrt organisiert werden, dafür können sich die Ebendorfer gerne anmelden, ist von Sven Heinrich zu hören. Auch zu dem weihnachtlichen Backen und Basteln, das der Kinderförderverein Ebendorf mit Unterstützung des Fußballvereins wie im Vorjahr im Ebendorfer Mühlenhof organisiert, sind die Jugendlichen herzlich eingeladen. Das ersetze aber nicht die eigentliche Jugendarbeit, betont der erfahrene Jugendsozialarbeiter. Wichtig sei es, dass die Jugendlichen Ansprechpartner für Probleme haben und Anregungen für eine vernünftige Freizeitgestaltung bekommen.