Klein Ammensleben l Großer Auflauf am Freitagabend vor dem Gerätehaus der Feuerwehr Klein Ammensleben. Angerückt war der 3. Zug des Katastrophenschutzes. Zu dem gehören Kräfte der Feuerwehren Klein Ammensleben, Dahlenwarsleben, Samswegen, Ebendorf und Irxleben. Der Anlass für das Treffen war ein freudiger, denn der 3. Zug sollte das letzte fehlende Fahrzeug bekommen: ein Führungsfahrzeug für Zugführer Tobias Buhtz.

Dank für Einsatzbereitschaft

„Der Landkreis möchte Euch ein wenig zurückgeben, für das, was ihr bisher schon geleistet habt. Mein Dank geht auch an die Gemeinde Niedere Börde für die Unterstützung des Katastrophenschutzes“, sagte Roland Läbisch, Leiter des Fachdienstes Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen in der Kreisverwaltung, bei der feierlichen Übergabe des geländegängigen Fahrzeuges. „Damit ist der 3. Zug nun komplett ausgestattet“, sagte Roland Läbisch.

Neben dem Fahrzeug selbst, das zwar in Klein Ammensleben stationiert sein wird, aber im Eigentum des Landkreises bleibt, hatte der Fachdienstleiter auch noch zwei Handsprechfunkgeräte sowie zwei leistungsstarke Handlampen mit im Gepäck.

Bilder

Bisher hatte sich Zugführer Tobias Buhtz ein Führungsfahrzeug von der Feuerwehr Samswegen „ausborgen“ müssen. Dafür war extra eine Vereinbarung getroffen worden. Nun hat er sein eigenes – und die Samsweger ihr Fahrzeug wieder für sich. Entsprechend groß war die Freude am Freitagabend.

Erika Tholotowsky, Bürgermeisterin der Niederen Börde, dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz in den jeweiligen Wehren und im Katastrophenschutz des Landkreises. Sie wünschte möglichst wenige Einsätze. „Wenn es doch zu einem Einsatz kommen sollte, dann wünsche ich Ihnen, dass Sie heil wieder zurück kommen“, sagte die Bürgermeisterin.

Zuletzt im Einsatz beim Hochwasser

Gleiches wünschte auch Klein Ammenslebens Ortsbürgermeister André Baatz. Für ihn war die Fahrzeugübergabe auch ein Zeichen, was die Feuerwehren in der Niederen Börde und im Landkreis bewege.

Der 3. Zug des Katastrophenschutzes ist im Einsatzfall für die Wasserversorgung zuständig. Er kommt dann zum Einsatz, wenn viel Wasser über eine lange Strecke zu befördern ist, erklärte Tobias Buhtz. Ein Fahrzeug des Zuges hat beispielsweise soviel Schläuche an Bord, dass damit eine Strecke von zwei Kilometern gelegt werden kann.

Zuletzt im Einsatz war der 3. Zug beim Hochwasser vor drei Jahren. Damals halfen die Retter im Raum Wolmirstedt. 23 Kräfte zählt der 3. Zug. Pro Jahr absolviert der 3. Zug drei Übungen, um für den Einsatzfall gewappnet zu sein, erklärt Tobias Buhtz. Im Landkreis gibt es insgesamt sieben Züge für den Katastrophenschutz.