Farsleben l In Farsleben werden derzeit Bäume gefällt. Zum einen fiel bereits Wald für die neue 380-Kilovolt-Stromtrasse, nun werden südlich der Kiesgrube der Firma Papenburg Nadelbäume gerodet. Bürger sorgen sich, ob die Rodung mit der beantragten Deponie Klasse 0 im Zusammenhang steht, für die bisher noch keine Genehmigung vorliegt.

„Diese Rodung hat nichts mit dem laufenden Deponieverfahren zu tun“, versichert Matthias Wilcke, Amtsleiter für Natur und Umwelt im Landkreis Börde. Grundsätzlich darf jeder Waldbesitzer zwei Hektar seines Waldes abholzen, sofern das waldbaulich vertretbar ist, also beispielsweise keine Naturdenkmäler wie jahrhundertealte Eichen fallen. Im besagten Waldstück wachsen vorwiegend Kiefern.

Deponie wird Thema im Rat

Carlo Hinze, Niederlassungsleiter der Firma Papenburg, bestätigt, dass lediglich zwei Hektar Wald fallen, und zwar im Zusammenhang mit einer bereits genehmigten und betriebenen Deponie Klasse 1. Das Genehmigungsverfahren für die Deponie der Klasse 0 läuft noch. Die soll in den nächsten 30 Jahren gefüllt werden und auf einer Fläche von fast 14 Hektar mineralische Stoffe wie Bauschutt, Fliesen, Keramik oder Bodenaushub fassen. Dafür soll abschnittsweise Wald fallen. Jeder Abschnitt soll nach Verfüllen des jeweiligen Deponiestücks wieder aufgeforstet werden. Die Arbeiten beginnen, sofern der Landkreis grünes Licht gibt.

Die Stadt hat zum Deponievorhaben eine Stellungnahme erarbeitet, die unter anderem am Mittwoch, 23. Januar, im Farsleber Ortschaftsrat auf Webers Hof behandelt wird, außerdem am Dienstag, 29. Januar, im Bauausschuss, der im Ratssaal tagt. Beide Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr.