Dahlenwarsleben l Diesen Freitagabend haben sich die Einwohner des  Landkreises Börde bestimmt anders vorgestellt. Gegen 18.30 Uhr zog eine Unwetterzelle mit Starkregen über den Landkreis. In Dahlenwarsleben fiel sogar so viel Regen in kürzester Zeit, dass die Ortsdurchfahrt komplett überschwemmt wurde. Die Feuerwehr watete durch das kniehohe Wasser und suchte nach verstopften Gullys, um das Wasser abzulassen.

Etwa 40 Feuerwehren aus Meitzendorf, Barleben, Ebendorf und Dahrenwarsleben waren wegen des Starkregens in den Gemeinden Niedere Börde und Barleben im Einsatz, teilt die Rettungsleitstelle des Landkreises Börde mit. Im benachbarten Meitzendorf wurde das Gelände einer Spedition überflutet. Bei Wolmirstedt stand der Tunnel unter dem Mittellandkanal zeitweise unter Wasser.

Sowohl in Meitzendorf als auch in Ebendorf standen einige Keller von Privatleuten unter Wasser, darüber informiert die Rettungsleitstelle des Landkreises Börde am Sonnabend. Doch zu großen Katastrophen sei es dabei nicht gekommen. Es seien etwa 20 Zentimeter Wasser gewesen, die die Feuerwehrleute teils auspumpten, die teils aber auch mithilfe von Lappen von den Betroffenen selbst noch in Stau gehalten werden konnten. Am Sonnabend war die Feuerwehr Ebendorf dann nocheinmal im Einsatz, um Wasser von der Straße zwischen Barleben und Ebendorf abzupumpen, teilte die Rettungsleitstelle am Sonntag mit.

Auch Melitta Gärtner, eine Anwohnerin des Neubaugebietes am Alten Sportplatz in Groß Ammensleben, berichtet davon, dass dort mehrere Keller, unter anderem ihr eigener, sich am Freitag bis zu 30 Zentimeter hoch mit Wasser gefüllt haben. Die Feuerwehr musste dort allerdings nicht kommen. „Wir haben uns selbst geholfen", sagte die 85-Jährige. Die ganze Hausgemeinschaft packte mit Schneeschaufeln an, mit denen sie das Wasser in Eimer umfüllen konnten.

So wird das Wetter am Wochenende.

Korrektur: In einer früheren Version war von verstopften Hydranten die Rede. Es muss natürlich Gullys heißen.