Roßlau/Zerbst (mz/vs) l Mehrere Stunden lang ging am Donnerstag auf der Bahnstrecke zwischen Dessau und Roßlau nichts mehr. Auch danach gab es bis in den Abend hinein Einschränkungen, auch auf der Strecke Dessau-Zerbst-Magdeburg. Reisende aus Leipzig und Dessau in Richtung Roßlau und Zerbst strandeten auf dem Bahnhof in Dessau.

Ein Zerbster Pendler monierte die mangelnden Informationen. „Sie wollen nach Zerbst? Das ist schlecht. Da geht im Moment gar nichts, Oberleitungsschaden“, so die Auskunft, die er nach eigenen Angaben von Bahnmitarbeitern in Dessau bekommen habe. „Das war alles“, ärgert sich der Pendler.

Bundespolizei evakuiert Zug

Kurz vor 15 Uhr hatte laut Bundespolizei ein Bagger eine Oberleitung bei Meinsdorf beschädigt. Wenig später war ein Regionalexpress mit der defekten Oberleitung kollidiert. Züge aus und in Richtung Wittenberg-Magdeburg-Zerbst und Berlin konnten die Strecke nicht mehr passieren. Es kam zu Ausfällen und langen Verspätungen.

Der Fernverkehr wurde laut einer Bahn-Sprecherin „weiträumig über Berlin umgeleitet“, im Nahverkehr waren Großraumtaxen und Kleinbusse als Ersatzverkehr, etwa zwischen Coswig und Medwitz sowie Bad Belzig und Dessau im Einsatz.

Regionalbahn mit Oberleitung kollidiert

Gegen 14.45 Uhr war der RE 7 aus Berlin bei Meinsdorf mit der Oberleitung kollidiert, danach musste der Strom weiträumig abgeschaltet werden. Züge wurden zurückgehalten. Die Bundespolizei hat anschließend eine Regionalbahn mit 18 Fahrgästen evakuiert – drei der Fahrgäste wollten allerdings die Weiterfahrt im Zug abwarten. Weitere Züge wurden inklusive aller Fahrgäste auf der Strecke zurückgehalten.

Etwa gegen 17 Uhr konnten Züge die Störstelle wieder eingleisig passieren. Ab etwa gegen 18 Uhr haben dann die Reparaturarbeiten begonnen. Laut Bahn-Sprecherin waren die Arbeiten gegen 21.30 Uhr beendet und die Strecken konnten wieder befahren werden.