Die Polizei warnt Betrugsfalle Welpenhandel: Kriminelle ziehen Opfer mit süßem Maltipoo-Hund Geld aus der Tasche
Eine Frau aus dem Raum Zerbst zahlte mehrfach für einen vermeintlichen Welpen – erhalten hat sie ihn allerdings nicht. Die Polizei rät Tierfreunden zu erhöhter Wachsamkeit.

Zerbst (vs) - Betrüger lauern überall. Längst haben sie auch das Internet für sich entdeckt. Dabei wird nicht nur bei angebotenen Konzertkarten, Wertgegenständen oder Reisen getrickst - selbst, wenn es um Tiere geht, haben Kriminelle keine Skupel. Das musste jetzt eine junge Frau aus dem Raum Zerbst erfahren.
Auf der Suche nach einem Welpen stieß sie auf eine scheinbar seriöse Online-Anzeige. Ein flauschiger Vierbeiner der Rasse Maltipoo, einer Kreuzung zwischen einem Malteser und einem Pudel, hatte es ihr angetan. Ohne den Hund persönlich in Augenschein genommen zu haben, überwies sie eine Anzahlung in Höhe von 180 Euro.
Polizei rät von Zahlungen per Vorkasse grundsätzlich ab
Vor dem Übergabetermin am 26. Januar kamen plötzlich weitere Kosten hinzu - angeblich für Futtermittel und einen Tierregistereintrag. Auch diese übernahm die Käuferin. Sie überwies 190 Euro, die nach dem Abschluss des Kaufvertrages zurückerstattet werden sollten. Da die junge Frau den Welpen bislang nicht erhalten hat, wurde sie misstrauisch und schaltete die Polizei ein.
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Diese warnt zur Vorsicht. Um ein Betrugsrisiko zu minimieren, rät die Polizei grundsätzlich von Zahlungen per Vorkasse abgeraten. Zudem sollte auf Spontankäufe und die Inanspruchnahme von Lieferdiensten verzichtet werden. In jedem Fall wird jedoch empfohlen, auf dem Abschluss eines Kaufvertrages sowie der Aushändigung korrekter und vollständiger Dokumente für das Tier zu bestehen.