Zerbst l Im Juli des 2017 stellte Vetter-Bus sein Tarif-und Fahrplansystem um. Das betraf natürlich auch den öffentlichen Personennahverkehr in Zerbst, auch und besonders die Stadtlinie. Nun fährt seit dem nur noch eine Linie (460), statt bisher zwei (450 und 451).

Das bedeutet beispielsweise für die Amtsmühlenweg-Siedlung, das die Stadtlinie hier nur noch im Ringverkehr unterwegs ist, nicht mehr wie bisher in beiden Richtungen. Dabei hat man wohl vergessen, die Haltestellen der neuen Situation und damit dem neuen Fahrplan anzupassen.

Überflüssige oder fehlende Sitzb&#x

Das bedeutet für die Nutzer, das an einigen Haltestellen noch beidseitig Bank und Papierkorb stehen, an anderen Haltestellen jedoch nichts dergleichen vorzufinden ist und an wieder anderen Haltestellen steht die Bank auf der falschen Seite, auf der Bus nicht mehr fährt.

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Wem anders hätte dies auffallen sollen, als den Nutzern der Stadtlinie, die sich damit an die Volksstimme gewandt haben. Man könne doch wenigstens die Bänke so verteilen, das an jeder Haltestelle eine Sitzbank steht. Des weiteren monieren die Stadtlinie-Nutzer den Zustand des Wetterunterstandes in der Lepser Straße Ecke Sandenden. Hier stünde nur noch ein verrostetes Gerüst, ringsum offen.

Zuständigkeit ist unklar

„Leider können wir Ihre Fragen nicht beantworten, da wir lediglich für die Haltestellenschilder zuständig sind“, schreibt Kathrin Beyermann, Pressesprecherin bei der Firma Vetter-Bus auf Volksstimme-Nachfrage. Die Häuschen und Bänke würden der Stadt Zerbst gehören und fallen somit auch unter deren Zuständigkeit. „Daher wenden Sie sich bitte an die Stadt Zerbst. Da sollten Sie Antworten finden“, so Beyermann weiter.

Heike Krüger, Bauamtsleiterin in der Zerbster Stadtverwaltung sieht den Sachverhalt ein wenig anders. „Es gibt seit Jahren einen Vertrag zwischen der Firma Vetter und der Stadt Zerbst in dem geregelt ist, dass sich die Firma Vetter um die Haltestellen in der Innenstadt kümmert“, erklärt Heike Krüger auf Volksstimme-Nachfrage. Dies gelte aber nur für Zerbst, nicht für die Ortschaften.

Prüfung der Umstände

Also fragte die Volksstimme erneut bei Kathrin Beyermann, Pressesprecherin bei Vetter-Bus nach. „Es gibt diesen Vertrag“, bestätigt auch sie, „allerdings gilt der Vertrag wohl nur für einzelne Haltestellen in der Stadt“, sagt Beyermann. Dieses werde im Moment geprüft, so die Pressesprecherin.