Güterglück l Eigentlich ist der Sonntag ein Tag, an dem es mal ruhiger zu geht bei der Güterglücker Bäckersfamilie Richter. Doch auch den ersten Advent verbrachten die Richters in der Backstube und nicht nur der Bäckermeister, sondern die ganze Familie half mit. Zum Plätzchenbacken waren nämlich die Mädchen und Jungen der Güterglücker Kinderfeuerwehr eingeladen. Derer waren es acht an diesem Tag und dazu gesellten sich noch einige Gastkinder.

Premiere beim Bäcker

Es war nicht das erste Mal, dass der Feuerwehrnachwuchs zum Backen da war. Vier Male stand schon Osterbacken auf dem Dienstplan. Dann hatte Uwe Richter gemeint, dass man auch mal Weihnachtsplätzchen backen könnte, erzählten Kinderwartin Yvonne Wallbraun und Christian Teubner, die die Kinderfeuerwehr betreuen. Das wurde von der Drachenfeuerwehr natürlich gerne angenommen. So erlebte das Weihnachtsplätzchenbacken eine Premiere.

„Die Feuerwehr ist uns wichtig“, sagt Ramona Richter. Schließlich könnte man selbst mal in Not geraten. Und da muss man bei den Kleinen ansetzen, und die Kinder für die Feuerwehr begeistern. „Wir unterstützen die Nachwuchsarbeit und wollen, dass die Kinder auch Spaß haben“, so die Bäckersfrau. Christian Teubner, der gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins der Güterglücker Feuerwehr ist, freut sich, einen solchen Partner im Dorf zu haben. „Es ist selten, dass das so harmoniert“, lobte er den Hauptsponsor der Kinderfeuerwehr.

Sechs Kilo Teig

Dass Gastkinder mit einbezogen waren, kommt nicht von ungefähr. Auch hier hat man die Hoffnung, den ein oder anderen für die Feuerwehr zu gewinnen. Derzeit zählt die Truppe der Drachenfeuerwehr neun Köpfe. Yvonne Wallbraun und Christian Teubner versuchen die 14-tägigen Treffen so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten und auch die Eltern mit einzubeziehen.

Immer wieder werden Höhepunkte organisiert wie eben das Backen oder auch in diesem Jahr schon ein Besuch im Kletterpark. „Wir freuen uns, wenn unsere Arbeit Früchte trägt“, so Christian Teubner. Ein Erfolg ist es dann schon, wenn ein Kind irgendwann mit dem entsprechenden Alter in die aktive Truppe übergeben werden kann.

Plätzchen in Tortenkartons

Doch die Steppkes sollten beim Backevent nicht nur Plätzchen ausstechen. Christian Teubner motivierte die Kids auch, sich die Geräte in der Backstube anzuschauen, ließ den Bäckermeister erklären, wie Brot und Brötchen gebacken werden. „Die Kinder sollen auch ringsherum noch ein bisschen was kennen lernen“, findet er. Die Zeit dazu war da, wäh- rend die Plätzchen im Ofen backten.

Etwa sechs Kilogramm Teig hatten die Feuerwehrkids am Ende in Form gebracht und individuell verziert. Gemeinsam zählten sie den Countdown herunter, bis die Backzeit um war. Große Tortenkartons wurden ausgeteilt, in denen sich die Kinder ihre eigenen Plätzchen mit nach Hause nehmen konnten.