Zerbst (dpa) l  Mit 20.000 Junglachsen soll die Wanderfischart in der Nuthe im Osten Sachsen-Anhalts wieder beheimatet werden. Dazu werden die etwa sechs bis zehn Zentimeter großen Tiere am Mittwoch bei Zerbst im Gewässer ausgesetzt, wie Steffen Zahn vom Institut für Binnenfischerei in Potsdam mitteilte.

Im elften Jahr des Projekts lasse sich bereits ein beachtlicher Erfolg verzeichnen. Die Wissenschaftler hätten festgestellt, dass der Fluss den jungen Tieren gute Überlebensbedingungen biete.

163.500 Junglachse insgesamt

Zudem seien natürlich geschlüpfte Jungfische nachgewiesen worden – ein Beleg dafür, dass der Lebenszyklus der Lachse geschlossen sei. Bislang sind den Angaben zufolge etwa 163 500 Junglachse sowie 110 300 Meerforellen-Brütlinge in der Nuthe ausgesetzt worden.

Lachse sind Wanderfische, die ihr Habitat zum Laichen wechseln. Für gewöhnlich dauere es zwei bis vier Jahre, bis die Tiere in die Gegend zurückkehren. Ziel des Projekts ist es, die Art wieder in der Nuthe anzusiedeln und sie so unter anderem für Fischerei nutzbar zu machen.