Fußball

Krellwitz erinnert sich an schöne Fußball-Momente

Max Krellwitz feiert Derbysieg seines Lieblingsklubs Borussia Mönchengladbach

Max Krellwitz (rechts) feierte mit dem TSV Niederndodeleben drei Aufstiege in Folge.
Max Krellwitz (rechts) feierte mit dem TSV Niederndodeleben drei Aufstiege in Folge. Foto: Christian Meyer

Schönstes Erlebnis als Zuschauer: Ich bin seit meiner Kindheit ein treuer Anhänger von Borussia Mönchengladbach. Meinen schönsten Moment als Zuschauer verbinde ich mit einem Heimspiel meines Lieblingsvereins aus der Saison 2014/15. Zusammen mit Patrick Krüger und weiteren Freunden machten wir uns auf den Weg in den Borussia-Park, um die „Fohlen-Elf“ im Rheinderby gegen Bayer 04 Leverkusen zu unterstützen.

Die Ausgangslage vor dem 32. Spieltag brachte zusätzliche Würze in die Begegnung. Die Elf vom Niederrhein besaß die große Chance durch einen Sieg nicht nur den dritten Tabellenplatz zu festigen, sondern auch den Einzug in die Champions-League perfekt zu machen. Dazu muss man sagen, dass der Einzug in einen europäischen Wettbewerb für einen Verein wie Borussia Mönchengladbach zur damaligen Zeit nicht unbedingt zu erwarten war. Denn nur wenige Jahre zuvor kämpfte die Borussia gegen den VfL Bochum in der Relegation noch um den Klassenerhalt in der ersten Bundesliga. Mit großen Hoffnungen und Erwartungen starteten wir unsere Reise in den Westen der Republik und wurden durch unsere Mannschaft nicht enttäuscht.

Nach torloser erster Halbzeit erzielte Max Kruse den Führungstreffer nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel, ehe Patrick Herrmann in der 81. Minute und Ibrahima Traoré in der 88. Minute zwei weitere Treffer zum 3:0-Sieg beisteuerten. Besonders nach dem dritten Treffer gab es kein Halten mehr im Borussia-Park. Die Zuschauer lagen sich in den Armen, die Stimmung war unglaublich elektrisierend und man hatte das Gefühl, dass die Deutsche Meisterschaft durch die Borussia gewonnen wurde. Das war für mich das schönste und emotionalste Erlebnis als Anhänger von Borussia Mönchengladbach.

Schönstes Erlebnis als Sportler: Die beiden vergangenen Spielzeiten mit meinem Heimatverein TSV Grün-Weiß Bregenstedt bleiben mit den beiden Aufstiegen zweifelsohne in sehr guter Erinnerung.

Dennoch bleibt für mich das Spiel gegen den Harbker SV in meiner ersten Saison im Herrenbereich sehr prägend. Die Harbker waren damals eine Mannschaft, die mit uns auf Augenhöhe spielte und ähnlich erfolgsorientiert unterwegs war. Das besagte Spiel aus der Saison 2014/15 war eine reine Achterbahnfahrt der Gefühlswelten.

Nachdem unsere Mannschaft bereits mit 2:0 führte, wir nach dem zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich erneut mit 3:2-Führung gegangen sind, lagen wir nach zwei weiteren Gegentreffern kurz vor dem Spielende mit 3:4-Toren in Rückstand. Körperlich angeschlagen und mit schweren Beinen kämpften wir um den Ausgleich und wurden schließlich belohnt. Nach einem Einwurf in den Strafraum von Tim Pfeiffer, der kaum noch die Arme hochbekam, verlängerte Martin Schulze den Ball mit der Hacke über den gegnerischen Torwart so geschickt, dass das runde Leder unterhalb der Latte den Weg in das Tor fand.

Nach einem kuriosen Spielverlauf nochmal so zurückzukommen, dass war einfach unglaublich. Der Jubel kannte danach keine Grenzen mehr. Allgemein gesehen haben sich die letzten drei Jahren mit dem TSV Bregenstedt angefühlt, als wenn man sich in einem Rausch befindet. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass uns ein Durchmarsch von der Bördeliga in die Landesliga gelingen würde.

Dennoch hätten wir uns als Verein und Mannschaft gerne gewünscht, wenn wir die vergangenen Spielzeiten sportlich hätten abschließen können. Ich denke daher, dass sich der Aufstieg in die Bördeoberliga noch am emotionalsten von allen drei Aufstiegen angefühlt hat. Eine komplette Saison sportlich als Meister zu beenden fühlt sich einfach besser an, als über eine Quotientenregel aufzusteigen. Ich hoffe, dass wir zeitnah diese Erlebnisse und Momente auf dem Platz wieder erleben dürfen und können. Ich bin voller Vorfreude auf die Mission Landesliga und hoffe, dass wir uns in den ersten Begegnungen gut verkaufen werden.

Rechtzeitig zu unserem 90-jährigen Jubiläum wollen wir das Abenteuer zusammen mit unseren Zuschauern teilen und unsere grün-weißen Farben erfolgreich vertreten.