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FußballGerwisch feiert nach erfolgreicher Aufholjagd Herbstmeisterschaft

Die SG Blau-Weiß Gerwisch egalisiert 0:2-Rückstand und bleibt nach 3:2-Erfolg über Tucheim mit blitzsauberer Weste Tabellenführer.

28.11.2023, 17:28
Gerwisch feiert einen Sieg in der Nachspielzeit und den Gewinn der Herbstmeisterschaft.
Gerwisch feiert einen Sieg in der Nachspielzeit und den Gewinn der Herbstmeisterschaft. Foto: Verein

Gerwisch/mks. - Vieles erinnert an die Fabel-Saison 2017/18. In 26 Ligaspielen blieb die SG Blau-Weiß Gerwisch damals unbesiegt, wurde bei nur einem Remis und 25 Siegen souveräner Kreismeister und stieg ungefährdet in die Landesklasse auf. Fünf Jahre später thronen die Blau-Weißen erneut an der Spitze des kreislichen Fußball-Oberhauses. Nach einem Last-Minute-Tor wahrte die Elf um Neu-Trainer Dirk Bizuga ihre weiße Weste, besiegte Traktor Tucheim hauchdünn 3:2 (0:2) und steht damit vorzeitig als Herbstmeister fest.

Viel fehlte aber nicht, und die Gerwischer wären das erste Mal nicht als Sieger vom Platz gegangen. Dabei ging die Taktik der Gäste in der ersten Halbzeit voll und ganz auf. „Wir überließen dem Gegner bewusst viele Spielanteile, standen eher tief, agierten dabei sehr diszipliniert und hielten gut die Ordnung“, gab Trainer Willi Keltner Einblicke in den Matchplan. Und ausgerechnet beim Ligakrösus schien Tucheim nach einigen Enttäuschungen in den Vorwochen in die Erfolgsspur zurückzufinden. Nachdem nämlich Tobias Thormeier innerhalb von fünf Minuten (8., 11.,13.) drei gute Tormöglichkeiten ungenutzt ließ, schlug Tucheim zu. Jeremy Feuerherdt traf eiskalt zum 1:0. Die Gäste warfen sich in jeden Zweikampf, zeigten ein schnelles Umschaltspiel und bauten ihre Führung in der 33. Minute sogar aus. Nach einem Fehlpass der Gerwischer am eigenen Strafraum trug die Keltner-Elf den Ball über wenige Stationen nach vorne und traf durch Jerome Willi Müller zum 2:0.

Dieser Rückstand stachelte den Tabellenführer zusätzlich an. Dieser kam druckvoll aus der Kabine und erspielte sich eine Vielzahl an Möglichkeiten, während sich die Tucheimer nur noch mit Befreiungsschlägen Luft verschafften. In der 52. Minute war der Bann gebrochen. Ein Distanzschuss aus gut 22 Metern von Franz-Josef Möser schlug unhaltbar im Tucheimer Tor ein. Und es ging weiter nur in eine Richtung. Der überfällige Ausgleich in der 77. Minute. Einen Fritz-Freistoß verlängerte der eingewechselte Maximilian Merten mit dem Kopf auf Thormeier, der nur noch einnicken musste. In der Folgezeit drängte Gerwisch auf den Sieg. Die einheimischen Zuschauer mussten sich jedoch in Geduld üben, ehe abermals Thormeier für unbändigen Jubel sorgte, nachdem er einen Handelfmeter zum 3:2-Endstand verwandelte.

„Unter dem Strich war es ein hochverdienter Sieg. Tucheim hatte die bessere Effizienz mit zwei Toren bei drei Torschüssen. Wir benötigten für drei Tore insgesamt 15 Torabschlüsse. Daran müssen wir in Zukunft noch arbeiten“, war Trainer Dirk Bizuga froh, dass seine Mannschaft das Spiel noch herumreißen konnte. Ähnlich sah es sein Gegenüber Willi Keltner: „Nach der Pause sind wir völlig eingebrochen. Unser Torwart Michi Weise hielt teilweise auch die ,Unhaltbaren’. Letztlich war es ein verdienter Sieg.“

Bitter für Tucheim: Auch das zweite Spitzenspiel innerhalb weniger Wochen ging in der Nachspielzeit verloren. Frühzeitig müssen sich die Tucheimer von ihren hoch gesteckten Saisonzielen verabschieden. Der Kampf um die Kreismeisterschaft, er scheint vorzeitig entschieden.