Fußball

Osterland kandidiert als Vizepräsident Vereinsentwicklung im FSA

Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) wird am 26. Juni – mit einjähriger Verspätung – ein neues Präsidium wählen.

Von Stefan Rühling
Sören Osterland verlässt nicht nur den 1. FC Magdeburg, sondern strebt sogleich einen neuen Weg im Präsidium des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt als Vize-Präsident an.
Sören Osterland verlässt nicht nur den 1. FC Magdeburg, sondern strebt sogleich einen neuen Weg im Präsidium des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt als Vize-Präsident an. Foto: Archiv/Eroll Popova

Haldensleben - Mindestens zwei neue Gesichter wird das künftige Präsidium des FSA erhalten. Denn mit dem gegenwärtigen Vize-Präsident Recht, Frank Hering, der sogleich als kommissarischer Präsident fungiert, tritt ein Mitglied des aktuellen Führungsteams nicht wieder zur Wahl an. Damit werden gleich zwei Posten frei, die mit neuen Funktionsträgern zu besetzen sind.

Für den Posten als Präsident haben Michael Rehschuh, bisher Vize-Präsident für Vereinsentwicklung und Qualifizierung und der frühere Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, ihren Hut in den Ring geworfen (Volksstimme berichtete). Für beide ist es Chance und Risiko zugleich: Sollte Stahlknecht beim Votum der Delegierten die Mehrheit erhalten, kann er seine Reputation nach seinem Ausscheiden aus der Landesregierung mit dem neuen Ehrenamt wieder aufpolieren. Dazu muss er aber auch noch die Frage beantworten, welchem Sportverein – der wiederum Mitglied eines Kreisfachverbandes und damit des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt ist – er angehört. Auf der anderen Seite ist fraglich, ob er in Sachsen-Anhalt noch einmal eine öffentliche Funktion einnehmen kann, sollte er die Wahl verlieren.

Rehschuh hingegen ist kein Unbekannter in der Fußball-Landschaft Sachsen-Anhalt. Bereits in den vergangenen Jahren gehört er dem Präsidium an und könnte, im Falle einer Wahl, etwas aus dem Schatten hervortreten. Dafür steht aber fest: seinen Posten als Vize-Präsident für Vereinsentwicklung und Qualifizierung ist er in jedem Fall los. Damit wird zu mindestens an dieser Stelle ein neues Gesicht in das Präsidium aufrücken.

Konkurrenz für Alicke aus dem eigenen Kreis

Für den genannten Stuhl als Vize-Präsident hatte bereits vor einer Woche Jens Alicke, Präsident des SV Groß Santersleben, seine Kandidatur in der Volksstimme erklärt. Darüber hinaus wurde bereits im Vorjahr von der Findungskommission des FSA Thomas Schulze aus Tangermünde vorgeschlagen, der auch fristgerecht seine Bewerbung eingereicht hat. In der Übersicht der Bewerber überrascht aber ein Name, zu dem erst am Montag eine ebenso überraschende Nachricht die Runde machte: Sören Osterland.

Der in Irxleben wohnhafte Sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) beim 1. FC Magdeburg wird seinen Posten dort zum 30. Juni aufgeben. „Die Entscheidung ist in der letzten Zeit gereift und aus persönlicher Sicht für mich auch ohne Alternative. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam gestaltet, erreicht und nachhaltig verändert haben“, sagt er. „Sören ist mit dem Wunsch auf uns zugekommen, sich beruflich neu orientieren zu wollen. Wir bedauern seinen Abgang sehr und sind ihm für seine geleistete Arbeit rund um das NLZ enorm dankbar. Er hat einen maßgeblichen Anteil an unserer Drei-Sterne-Zertifizierung gehabt“, sagte FCM-Präsidiumsmitglied Marius Sowislo. „Für die Zukunft stehen Sören trotz seines Abgangs beim FCM weiterhin alle Türen offen. Wir würden uns auch sehr freuen, wenn sich in seinem neuen Tätigkeitsfeld Schnittmengen ergeben und sind diesbezüglich offen.“ Ob Sowislo mit seinem letzten Satz bereits auf die angestrebte Funktion innerhalb des Fußballverbands Sachsen-Anhalts anspielt, kann nur gemutmaßt werden.

Drei Bewerber für den Posten als Vize-Präsident Finanzen

Ebenso drei Bewerber gibt es um den Posten des Vize-Präsidenten Finanzen. Der durch den Finanz-Skandal in die Kritik geratene Haiko Kopf stellt sich zur Wiederwahl. Konkurrenz bekommt der Magdeburger unter anderem von Jens Prinzing aus Nienburg. Pikant dabei: Die Findungskommission hatte Prinzing seinerzeit als Vize-Präsidenten Recht vorgeschlagen. Der dritte Kandidat ist wiederum das Ergebnis der Kommission um den bereits verstorbenen, ehemaligen FSA-Chef Erwin Bugar: René Cunaeus.

Keine Konkurrenz für Bornkessel

Als sicher gilt die Wiederwahl von Lothar Bornkessel für das Aufgabenfeld der gesellschaftlichen Verantwortung. Der Amtsinhaber ist der einzige Kandidat auf diesen Posten als Vize-Präsident.

Kandidaten stellen sich dem FSA-Vorstand vor

Um den Platz als Vize-Präsident für Rechtsfragen, den bislang der scheidende Frank Hering bekleidete, bewerben sich mit Jens Franke aus Halle sowie Frank Knuth aus Burg zwei Kandidaten.

Ebenso zwei Bewerber gibt es für die Funktion als Vize-Präsident Spielwesen: Christoph Albrecht aus Magdeburg sowie Amtsinhaber Jörg Bihlmeyer (Volksstimme berichtete). Am kommenden Freitag, 4. Juni, erhalten alle Kandidaten die Möglichkeit, sich einmal dem FSA-Vorstand vorzustellen. Dabei sind sie in wenigen Minuten angehalten, ihre Ziele zu präsentieren.