U-17-Bundesliga

B-Juniorinnen des Magdeburger FFC starten mit gewollter Verspätung in die Bundesliga-Saison

Am 14. August startet die neue Spielzeit in der U-17-Bundesliga. Die B-Juniorinnen des Magdeburger FFC steigen allerdings erst zwei Wochen nach dem regulären Auftakt in die neue Saison ein. So hatte es sich Trainer Christian Stephan gewünscht.

Von Kevin Gehring
Clara Sophie Hüfner und die B-Juniorinnen des Magdeburger FFC richten ihre Blicke auf die Ende August beginnende Spielzeit.
Clara Sophie Hüfner und die B-Juniorinnen des Magdeburger FFC richten ihre Blicke auf die Ende August beginnende Spielzeit. Foto: Eroll Popova

Magdeburg - Als Christian Stephan vor einigen Wochen einen Blick in den Spielplan der B-Juniorinnen-Bundesliga geworfen hat, war der Übungsleiter des Magdeburger FFC doch „sehr erschrocken“. Immerhin sah dieser bereits den 14. August als Startschuss für die neue Saison in der Nord/Nordost-Staffel vor. „Das wäre für uns nicht möglich gewesen. Damit wären wir voll an die Wand gefahren“, sagt der 39-Jährige unverblümt und ergänzt glücklich: „Zum Glück haben wir eine Lösung gefunden.“

Diese sieht so aus, dass die Begegnungen der ersten beiden Spieltage nach hinten verschoben wurden. Statt am 14. und 21. August stehen das Heimspiel gegen Werder Bremen (1.9.) und das Gastspiel bei der SpVg Aurich (2.10.) nun später an, starten die MFFC-Mädels erst am 28. August – und mit dem dritten Spieltag – zu Hause gegen Hertha Zehlendorf in die Saison. „Das ist immer noch ein straffer Plan“, weiß Stephan, „aber immerhin gibt es uns ein bisschen mehr Spielraum.“

Neuformiertes Team in der Findungsphase

Spielraum, den die Mannschaft braucht, um sich kennenzulernen. Schließlich sind einige Stützen der Truppe im Frühjahr zum Frauenteam gewechselt, muss sich das Teamgefüge der B-Juniorinnen erst neu finden. „Noch fehlt uns zum Beispiel eine Führungsspielerin wie Jona Leske, die das Ruder in die Hand nimmt und auf dem Platz den Ton angibt“, erzählt Stephan.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Übungsleiter in der aktuellen Ferienzeit nicht alle Spielerinnen zur Verfügung hat. „Immerhin waren im Trainingslager so gut wie alle an Bord“, erzählt Stephan. Dieses hatten die MFFC-Juniorinnen in Osterburg abgehalten, bekamen neben sportlichen auch teambildende Reize gesetzt. Mit Erfolg – wie der Coach befindet: „Die Mädels ziehen bisher sehr engagiert mit und die Stimmung im Team ist richtig gut.“

Besondere Erfahrung gegen Barmke

Daran konnte am vergangenen Sonntag auch die 0:6-Schlappe gegen die Frauen des TSV Barmke nichts ändern. Immerhin durften sich die MFFC-Juniorinnen dabei mit der früheren Nationalspielerin, Champions-League-Siegerin und Weltmeisterin Martina Müller messen, die alleine vier Treffer für den TSV erzielt hat. „Sie hat den jungen Hühnern gezeigt, wie es geht“, erzählt Stephan mit einem Schmunzeln, um im ersten Ton zu ergänzen: „Für die Mädels war das eine tolle Erfahrung, einmal gegen eine Frau, die solch eine Karriere hingelegt hat, zu spielen. Da haben die Augen geglänzt.“

Die deutliche Niederlage hingegen sollten die U-17-Juniorinnen schnell abhaken. „Man hat einigen schon die Aufregung vor ihrem ersten Spiel angemerkt“, erzählt Stephan. „Aber das ist völlig normal. Wir führen sie langsam an die Mannschaft und den Großfeld-Fußball heran.“

Denn so viel ist sicher: Den 25 Spielerinnen umfassenden Kader wird der MFFC vollumfänglich brauchen. 26 Spieltage stehen in der regulär am 28. Mai 2022 endenden Saison auf dem Programm. „Das wird ein ganz schöner Ritt“, weiß Stephan um die anstrengende Aufgabe. Zumal gleich sechs Mannschaften aus der Bundesliga-Staffel absteigen. Das zu verhindern, wird die oberste Prämisse, sobald die MFFC-Juniorinnen Ende August mit zwei Wochen Verspätung in die neue Spielzeit einsteigen.