Fußball

Laura Ziegler versenkt eiskalt

Die Verbandsliga ist in ihre neue Spielzeit gestartet.

Von Uwe Meyer 07.09.2021, 07:30
Laura Ziegler (links) ragte aus dem Team von Uchtspringe  noch heraus.
Laura Ziegler (links) ragte aus dem Team von Uchtspringe noch heraus. Foto: Uwe Meyer

Uchtspringe - Zum Auftakt gab es das ostaltmärkische Derby zwischen Medizin Uchtspringe und der SG Walsleben/Rochau. Die Gastgeberinnen setzten sich 3:1 durch. Der Sieg für Medizin war letztlich verdient. Besonders vor der Pause war Uchtspringe das bessere Team.

In der Vorbereitung hatten sich die Gastgeberinnen ansonsten rar gemacht, bestritten nicht ein einziges Testmatch. Vor der Partie wusste auch keiner so richtig, wo er steht. Beide Seiten fehlte n wichtiges Personal. So stand bei Medizin Victoria Stein genauso wenig auf dem Spielberichtsbogen, wie bei den Gästen Claudia Becker, die das Coachen jetzt übernommen hat.

Wir sind der verdiente Sieger. Chancen hatten wir erste Halbzeit definitiv mehr, müssen daraus mehr rausholen. Spielerisch habe ich uns auch besser gesehen.

Kirsten Matschkus, Coach Uchtspringe

Die Heimmannschaft hatte einen optimalen Start. In der sechsten Minute legte sich Nora Fahrenholz einen Freistoß in gut 25 Metern zurecht. Der stramme Schuss flog Richtung Gästekasten. Der neuen SG-Torhüterin Stephanie Schubert rutschte der Ball durch die Hände – 1:0 Uchtspringe. Das gab dem Matschkus-Team auftrieb. Medizin versuchte sich immer wieder spielerisch durch zu kombinieren. Nach einer guten Viertelstunde gab es einen Rückpass unter Bedrängnis, den Torfrau Schubert aufnahm. Justin Miemel wertete diese Aktion mit einem indirekten Freistoß. Den trat Uchtspringes auffälliger Neuzugang Maja Böhme, schoss aber in die Mauer. Bei der SG ging vor der Pause nicht viel nach vorn. Zu sehr wurden sie von den Gastgeberinnen immer wieder gestört. Doch nach 24 Minuten gelang eine gute Kombi. Marie-Luise Prycia schloss ab und der Ball zischte knapp am langen Pfosten vorbei.

Auf der Gegenseite parierte Schubert zwei Schüsse von Alwine Balfanz und Laura Ziegler sicher. Wenig später unterlief der Gästetorfrau ein zweites Missgeschick. Nora Fahrenholz trat nahe der Mittellinie einen weiteren Freistoß. Der Ball sprang im Strafraum auf und über die heraus laufende Schubert zum 2:0 hinweg. Mit dem Resultat ging es in die Kabinen. Die Gäste mussten was tun, um das Ruder rum zu reißen.

Ich bin mit der Leistung zufrieden. Kampf und Einsatz haben gestimmt. Die zweite Halbzeit haben wir bestimmt.

Claudia Becker, SG-Trainerin

Doch zunächst brannte es vor dem SG-Tor. Die zur Pause eingewechselte Charlene Leppich sorgte gleich für erste Unruhe. Nach 51 Minuten hieß es erneut Alarmstufe Rot für Walsleben/Rochau. Recht zentral lag der Ball 22 Meter vor der Bude. Nora Fahrenholz hämmerte das Streitobjekt an den Querbalken.

Dies war aber irgendwie ein Wachrüttler für die Gäste. Zwar gab es zunächst noch zwei Abschlüsse bei den Gastgeberinnen. Laura Ziegler schoss daneben und Maja Böhme scheiterte an Schubert. In Minute 74 war aber wieder alles offen. Ein Ball segelte auf den langen Pfosten, wurde kurz quer gelegt. Die zuvor recht unsichtbare Torjägerin Alina Günther lag quer in der Luft und traf per Seitfallzieher zum Anschluss. Der Treffer war das Eintrittsgeld schon wert. Zuvor gab es schon eine Chance von Danila Schönhoff, die noch geblockt wurde.

Kurz darauf war Schluss für Gästetorfrau Schubert. Sie war bei einem Schuss umgeknickt. Anita Kölsch wechselte in den Kasten, parierte wenig später einen Schuss von Fabienne Matschkus. Die Gastgeberinnen, die nach einer Stunde zu wenig taten, gerieten leicht ins wanken. Die aufmerksame Saskia Kleinecke bereinigte aber einige brenzliche Sachen. Schließlich folgte noch ein Freistoß der Gäste von Sophia Voigtländer, der abgefälscht wurde, bei Alina Günther landete, die das Außennetz traf. Im Gegenzug folgte ein langer Abschlag, der sauber durchgesteckt wurde zu Laura Ziegler. Die sehr präsente Offensivakteurin entwischte ihren Gegnerinnen und schloss im Strafraum eiskalt ab. Die Kugel sprang vom Innenpfosten in die Maschen. Das Derby war mit dem 3:1 entschieden.

„Wir sind der verdiente Sieger. Chancen hatten wir erste Halbzeit definitiv mehr, müssen daraus mehr rausholen. Spielerisch habe ich uns auch besser gesehen. Nach der Pause war es ausgeglichener“, meinte Uchtspringes Trainerin Kirsten Matschkus. Ihr Gegenpart Claudia Becker sagte. „Ich bin mit der Leistung zufrieden. Kampf und Einsatz haben gestimmt. Die zweite Halbzeit haben wir bestimmt.“

Am kommenden Wochenende steht für Walsleben/Rochau ein Heimspiel gegen Glauzig auf dem Programm. Das Spiel von Uchtspringe in Sandersdorf ist verlegt auf den 31. Oktober.

Statistik:

Uchtspringe: Kleinecke, Fahrenholz, Balfanz, Thieß, Fried, Böhme, F. Matschkus, Stach (90.+3. Jäger), Stähr (46. Leppich), Bahlecke (90. Richter), Ziegler.

Walsleben/Rochau: Schubert (75. Kopecki), Groß, Schornick, Lichterfeld, Vorlop, Voigtländer, Schönhoff, Wienholt (55. Neumann), Günther, Kölsch, Prycia.

Schiedsrichter: Miemel – Zuschauer: 146.

Tore: 1:0, 2:0 Fahrenholz (6., 37.), 2:1 Günther (74.), 3:1 Ziegler (90.+3).

Nina Thieß (rechts) hatte lange Zeit Alina Günther im Griff. Die SG-Angreiferin glänzte später mit einem sehr schönen Treffer.
Nina Thieß (rechts) hatte lange Zeit Alina Günther im Griff. Die SG-Angreiferin glänzte später mit einem sehr schönen Treffer.
Foto: Uwe Meyer