Fußball Etwas Licht, aber noch viel Schatten bei Union Schönebeck
Zwei Spiele absolvierten die Kicker von Union Schönebeck am Wochenende. Ergebnistechnisch war allerdings nur die zweite Partie ein Erfolg.

Schönebeck - „Ich habe die Jungs jetzt in einer Phase, in der ich sie haben wollte. Sie sind platt“, sagte André Hoof nach dem Doppeltest. Doch vor allem mit der Partie am Freitag war der Schönebecker Coach gar nicht zufrieden.
SC Bernburg –
U. Schönebeck 6:0 (2:0)
Wieder einmal standen Hoof im Test gegen den Verbandsligisten nur elf Spieler zur Verfügung. „So ist es vielleicht ein bisschen erklärbar“, meinte er nach der Partie. „Wir sind auf einen Gegner gestoßen, der uns in allen Belangen überlegen war.“ Nach 27 Minuten klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Unioner. Alexander Garz, eigentlich Torwarttrainer, war gegen Alexandros Dimespyra chancenlos. Noch vor dem Pausentee musste Garz erneut hinter sich greifen. Daniel Stridde traf (39.).
Im zweiten Durchgang änderte sich am Spielbild wenig. Bernburg blieb die spielbestimmende Mannschaft. „Wir hatten den Ball maximal für zwei Pässe am Fuß. Danach war er sofort wieder weg“, ärgerte sich Hoof. Dies nutzten die Gastgeber dann eiskalt aus. Erneut Dimespyra (58.), Niklas Becker (62.), Till Raeck (69.) und Stridde (87.) schraubten das Ergebnis gegen in allen Belangen chancenlose Schönebecker in die Höhe. „Das war von A bis Z schlecht“, fand Hoof deutliche Worte zum Auftritt seiner Mannschaft. „Über das Ergebnis waren wir im Endeffekt aber alle überrascht und natürlich sehr enttäuscht.“
Statistik
SC Bernburg: Danny Ademovic – Christian Chidera, Philipp Giemsa (81. Bennet Weigel), Giorgaki Tsipi, Louis Lange (65. Luis Fleischer), Alexandros Dimespyra, Till Raeck (70. Ruslan Ivanov), Marcus Preuss (46. Niklas Becker), Daniel Zoll (65. Julian Siebald), Nils Fahland (60. Jamie Liam Bichtemann), Daniel StriddeUnion 1861 Schönebeck: Alexander Garz – Christian Reineke, Denny Klepel, Tobias Michael Brock, Mathias Rhode, Justin Dehnecke (46. Michael Herzog), Fritz Weidemeier, Max Drewes, Benny König, Tobias Ginter, Tobias WeidemannSchiedsrichter: Patrick Menz; Zuschauer: 70Tore: 1:0 Alexandros Dimespyra (27.), 2:0 Daniel Stridde (39.), 3:0 Alexandros Dimespyra (58.), 4:0 Niclas Becker (62.), 5:0 Till Raeck (69.), 6:0 Daniel Stridde (87.)
SC Germ. Kroppenstedt –
Union Schönebeck 1:2 (0:0)
Die Partie vom Vortag steckte dem einen oder anderen Kicker noch in den Beinen, doch diesmal hatte Hoof mehr Personal zur Verfügung. Im ersten Durchgang bewegte sich die Partie allerdings auf keinem hohen Niveau. Beide Mannschaften verzeichneten zwar Chancen, im Tor landete das Leder aber nicht.
Besserung gab es dann in Durchgang zwei. „Da waren sehr dominant. Wir hatten viel Spielkontrolle und auch zahlreiche Abschlüsse. Zwei Versuche landeten auch noch am Pfosten“, hatte Hoof beobachtete, der mit der Partie gegen den Bördeoberligisten deutlich zufrieden war, unabhängig vom Ergebnis.
Traumtor zum Endstand
Denn Robin Gesell (49.) brachte den Gastgeber in Führung. Hoof hatte in der Halbzeit allerdings ein goldenes Händchen bewiesen und den Sieg eingewechselt. Nach einem Angriff über die rechte Seite landete der Ball bei Fritz Weidemeier, der von der Strafraumkante ins lange Eck einschob (61.). Eine Minute vor dem regulären Ende war es wieder der Offensivmann, der aus zentraler Position, gut 20 Meter vom Tor entfernt, den Ball mit „mindestens 400 Kilometer pro Stunde“, wie Hoof scherzhaft meinte, unhaltbar unter die Latte jagte. Der Coach bescheinigte den Treffer als „Tor des Monats“.
Für die kommende Woche suchen die Schönebecker bis dato noch einen Testspielgegner, um sich den letzten Schliff vor dem scharfen Start in die Liga zu holen.
Statistik
Union 1861 Schönebeck: Alexander Garz – Michael Herzog, Denny Klepel, Christian Reineke (46. Fritz Weidemeier), Moritz Scherl (46. Tobias Michael Brock), Bennet Meinecke (36. Justin Dehnecke, Mathias Rhode, Max Drewes, Tobias Ginter, Benny König, Tobias WeidemannSchiedsrichter: Steffen Müller; Zuschauer: 45Tore: 1:0 Robin Gesell (49.), 1:1, 1:2 Fritz Weidemeier (61., 89)
