Fußball

Generalprobe bereitet Sorgenfalten beim FC Einheit Wernigerode

Der FC Einheit Wernigerode hat eine Woche vor dem Saisonstart in der Fußball-Oberliga gleich mehrere Rückschläge hinnehmen müssen.

Von Ingolf Geßler
Zusammen mit den Einlaufkindern präsentiert sich der FC Einheit Wernigerode zur Generalprobe gegen den niedersächsischen Oberligisten U.S.I. Lupo Martini Wolfsburg (hellblaue Trikots).
Zusammen mit den Einlaufkindern präsentiert sich der FC Einheit Wernigerode zur Generalprobe gegen den niedersächsischen Oberligisten U.S.I. Lupo Martini Wolfsburg (hellblaue Trikots). Fotos (5): Kevin Breiting

Wernigerode - Dazu zählte nicht nur die klare 0:3-Niederlage gegen den den niedersächsischen Oberligisten U.S.I. Lupo Martini Wolfsburg, vor allem personell sind die Hasseröder vor dem Auftaktspiel von erheblichen Sorgen geplagt.

Die erste Hiobsbotschaft kam schon unter der Woche: Neuzugang Justin Habel erklärte den Vereinsverantwortlichen noch vor dem ersten Punktspiel seinen Abschied. Aller Voraussicht nach wird der Mittelfeldakteur zum FSV Grün-Weiß Ilsenburg zurückkehren. Dazu wuchs die Verletztenliste um einen weiteren Spieler an. Nach Nicolás Franco Celotti König (Sprunggelenk) und Niclas Eheleben (Handbruch) fällt auch Mateusz Rogacki mit einem Bruch des Sesamknochens aus.

Mit Keeper Ondrej Cap, der als Probespieler bereits gegen Fortuna Magdeburg in Durchgang zwei das Tor gehütet hatte, und Gino Dörnte, der vom Regionalligisten VfB Germania Halberstadt an den Mannsberg wechselt, wurden allerdings auch zwei frische Neuzugänge bei der Mannschaftspräsentation vorgestellt. Während Torwart Cap in der zweiten Halbzeit mit starken Paraden sein Können aufblitzen ließ, kam Flügelspieler Dörnte verletzungsbedingt nicht zum Einsatz. Auch Steven Rentz musste angeschlagen passen.

Auf dem Spielfeld war vom Anpfiff weg zu erkennen, dass die Wolfsburger als gestandener Oberligist über das besser eingespielte Team verfügen. Die Himmelblauen ließen den Ball mit wenigen Kontakten durch die eigenen Reihen laufen, die schnellen Offensivspieler stellten die Einheit-Defensive vor gehörige Probleme. Dazu profitierten die Wolfsburger von individuellen Felern, beim frühen Führungstreffer spritzte Maxim Safranow in eine zu kurze Kopfball-Rückgabe von Christoph Braitmaier (5.).

Zuvor hatte es bereits auf der anderen Seite einen Aufreger gegeben, nach einem Halten im Strafraum gegen Paul Kirchner forderte der Einheit-Anhang vergeblich einen Pfiff des Schiedsrichters (2.). Danach bot Einheit mit laufintensiver Defensivarbeit gut Paroli, im Angriffsspiel hinterließen die kombinationssicheren Wolfsburger aber weiterhin den gefälligeren Eindruck. Vor allem die pfeilschnellen Außenspieler waren nur schwer zu stoppen.

Nach einer halben Stunde erhöhten die Autostädter auf 0:2, diesmal konnte Maurizio Grimaldi am langen Pfosten unbedrängt einschießen. Bei einigen weiteren guten Möglichkeiten zeigte sich Keeper André Helmstedt als starker Rückhalt, ein Schuss landete am Außenpfosten. Alles in allem waren die Hasseröder mit diesem Ergebnis zur Pause gut bedient.

Verletztenliste wird länger

In den neuen Trikots liefen die Einheit-Kicker auf den Mannsberg ein, hier klatscht sich Leon Dannhauer mit (v.l.) Marcus Niehoff, Nicolás König, Patrik Peszt, Kapitän Danny Wersig, Gino Dörnte und  Rouven Blecker ab.
In den neuen Trikots liefen die Einheit-Kicker auf den Mannsberg ein, hier klatscht sich Leon Dannhauer mit (v.l.) Marcus Niehoff, Nicolás König, Patrik Peszt, Kapitän Danny Wersig, Gino Dörnte und Rouven Blecker ab.
Kevin Breiting

Auch nach dem Wechsel blieb Lupo Martini tonangebend, scheiterte bei seinen schnell vorgetragenen Angriffen mehrfach an Keeper Ondrej Cap. Beim Schlenzer von Maxim Safranow, der aus etwa 18 Metern genau ins rechte untere Eck traf, war auch der neue Schlussmann machtlos. Wenige Augenblicke zuvor war Paul Kirchner mit der besten Einheit-Chance an Gästekeeper Marius Sauss gescheitert.

Zu allem Überfluss wurde der FC Einheit in dieser Phase der Partie ein weiteres Mal vom Verletzungspech heimgesucht. Der zur Pause eingewechselte Artur Galeza humpelte mit einer schwerwiegenden Knieverletzung vom Platz. Knapp zehn Minuten später war auch für Patrik Peszt das Spiel vorzeitig wegen einer Verletzung vorzeitig beendet. Den Rückschlägen zum Trotz, spielte der FC Einheit in der Schlussphase gut mit. Dabei setzten der eingewechselte Dominik Lehmpfuhl, der in den ersten Punktspielen noch eine Sperre absitzen muss, und Denilsson da Silva auf Seiten der Hasseröder positive Akzente.

Bis zum schweren Auftaktspiel gegen den Bischofswerdaer FV am Freitag hat vor allem die medizinische Abteilung allerhand zu tun, um vielleicht noch den ein oder anderen Spieler fit zu bekommen.

FC Einheit Wernigerode: Helmstedt (46. Cap) – Hess, Braitmaier (46. Peszt, 71. Staat), Wersig – da Silva, Farwig (46. Galeza, 52. Lehmpfuhl), Hildach (46. Matzelt), Heindorf, Blecker (63. Riemann) – Dannhauer, Kirchner;

Torfolge: 0:1 Maxim Safronow (5.), 0:2 Maurizio Grimaldi (30.), 0:3 Maxim Safranow (63.); Schiedsrichter: Julius Weiser; Zuschauer: 199.

Das Trainerteam marschierte gut gelaunt zur Teampräsentation ein: (von links) Torwarttrainer Tino Lukaszczyk, die beiden Co-Trainer Tino Leßmann und Heiko Helmstedt (verdeckt) und Chefcoach Frank Rosenthal.
Das Trainerteam marschierte gut gelaunt zur Teampräsentation ein: (von links) Torwarttrainer Tino Lukaszczyk, die beiden Co-Trainer Tino Leßmann und Heiko Helmstedt (verdeckt) und Chefcoach Frank Rosenthal.
Kevin Breiting
Teamleiter Jens Strutz-Voigtländer moderierte die Mannschaftspräsentation.
Teamleiter Jens Strutz-Voigtländer moderierte die Mannschaftspräsentation.
Kevin Breiting
Kam nach seinem Handbruch mit eingegipstem Arm zur Teampräsentation: Niclas Eheleben.
Kam nach seinem Handbruch mit eingegipstem Arm zur Teampräsentation: Niclas Eheleben.
Kevin Breiting
In dieser Szene hat Paul Kirchner (rechts) die größte Möglichkeit für den FC Einheit auf dem Fuß, scheitert aber am Wolfsburger Keeper Marius Sauss.
In dieser Szene hat Paul Kirchner (rechts) die größte Möglichkeit für den FC Einheit auf dem Fuß, scheitert aber am Wolfsburger Keeper Marius Sauss.
Foto: Ingolf Geßler