Staßfurt l „Sie waren jetzt wie ein Sonnenschein für mich.“ Ein Patient hat diesen Satz nach einem Gespräch zu Monika Zuber gesagt. Die Worte haben sich tief in das Gedächtnis der Staßfurterin eingeprägt, die als eine von 13 „Grünen Damen“ im Klinikum der Salzstadt tätig ist. „Es trifft den Kern unseres Ehrenamtes. Denn der freundlich gemeinte Satz zeigt, wie wichtig unser Wirken ist und er motiviert“, so Monika Zuber. Sie spricht immer von „Wir“. Bei „Du bist spitze“ macht sie mit, „weil wir so eine schöne Gruppe geworden sind und alle ihren Anteil daran haben“. Die Würdigung der Arbeit durch die Volksstimme-Aktion soll, so Monika Zuber, ihr Gesicht haben, aber alle meinen. Frauen aus Staßfurt, Neundorf, Egeln, Atzendorf und Hecklingen mit ganz unterschiedlichen Berufs- und Lebenserfahrungen besuchen wöchentlich im Krankenhaus die Patienten. Sie hören zu, spenden Trost, bestärken Zuversicht. Ein Ehrenamt, das fordert, das auch Bescheidenheit und echte Empathie verlangt. „Wir sind für die Patienten da, nicht umgekehrt.“

Jeder Besuch eines Erkrankten, so Monika Zuber, sei eine immer neue Herausforderung. Routine ist hier fehl am Platz. „Man muss zwar schnell ein Gespür für die Menschen entwickeln können, aber eben auch Geduld haben.“ Der Patient dürfe nicht das Gefühl bekommen, dass eine „Stippvisite“ abgehalten werde. „Wir ,Grünen Damen‘ treffen auf Menschen in schwierigen, manchmal existenziellen Lebenssituationen.“ Reaktionen auf Gestik und Mimik spielten da eine große Rolle. In einem relativ kurzen Moment, so die Staßfurterin, müssten Nähe und eine Vertrauensbasis aufgebaut werden. Monika Zuber und die „Grünen Damen“ stellen sich allem. Sie teilen ihre eigene Zeit, um für andere da zu sein. Sie opfern Freizeit, um sich weiterzubilden. Sie nehmen ihr Ehrenamt ernst.

Monika Zuber hat vor drei Jahren die Gruppe der „Grünen Damen“ mit anderen zusammen ins Leben gerufen. Man informierte sich in Krankenhäusern, in denen es dieses Angebot bereits gab und nahm Kontakt zu Stiftungen auf, in denen die „Grünen Damen“ organisiert sind.

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Die Ursprünge für die Arbeit der „Krankenhaus-Engel“ liegen aber noch viel weiter zurück und sind Beweis dafür, dass Monika Zuber in Sachen Ehrenamt ein echter Tausendsassa ist. Im Juli 2009 kam auch aufgrund ihrer Initiative zum ersten Mal der Stammtisch Ehrenamt zusammen. „Das Ziel war damals, Menschen an einen Tisch zu bringen, die sich für ehrenamtliche Arbeit interessieren und sich einbringen wollen.“ Einen konkreten Adressaten hatte dieses Treffen damals nicht. Sieben Jahre später zeigt sich vielleicht auch deshalb der Ehrenamtstammtisch so breit aufgestellt. Anfangs gab es als Unterstützung für Alleinerziehende die „Ersatzgroßeltern“. Heute gehen Ehrenamtliche als „Kulturpaten“ in Kindertagesstätten und richten ihr Wirken besonders auf Kinder aus sozial schwachen Familien aus. Dann sind Basteln, Spielen, Museums-, Zoo- oder Theaterbesuche angesagt. Daneben gibt es Kulturpaten, die in der Flüchtlingshilfe deutsche Sprache vermitteln oder in Kitas vorlesen. Die „Grünen Damen“ sind das jüngste Kind dieses Stammtisches.

Monika Zuber nimmt sich wieder ganz zurück, wenn sie erklärt, dass diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre ohne die Unterstützung von Geschäftsführerin Susanne Schmeißer - von Beginn an in verschiedenen Funktionen dabei - und ihre Volkssolidarität in Staßfurt. „Wir haben hier Räume für Treffen gefunden, aber auch echte Unterstützung und bereichernde Ideen.“ Und dann, so die „Du bis spitze“-Kandidatin, gebe es noch viele Sponsoren, die es ermöglichen würden, dass einmal monatlich ein Blumenstrauß an einen Ehrenamtlichen der Region vergeben werden könne.

Heute, sagt Monika Zuber, funktioniere das Netzwerk Ehrenamtstammtisch. Die Urania oder das Engagementzentrum mit Astrid Moukkadam seien weitere Partner. Und bei den „Grünen Damen“ sind inzwischen zwei Gruppen aktiv.

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