Berlin (dpa) - Er ist wie ein Schwamm, der alles um sich herum aufsaugt, meinte Adele im Interview mit dem Radiosender Beats 1 über Danger Mouse (aka Brian Burton), der als Produzent an ihrem neuen Megaseller 25 mitgewirkt hat.

Und Grenzen kennt dieser Mann sowieso nicht - das machte er gleich zu Beginn seiner Karriere mit seinem legendären Mash-Up-Meisterwerk Grey Album (2004) deutlich, auf dem der Produzent, DJ und Musiker Jay-Z und die Beatles aufeinander losließ.

Beide Eigenschaft kommen auf seinem neu gegründeten Label 30h Century Records, das er mit der Compilation Volume 1 jetzt vorstellt, perfekt zum Tragen.

Und da passt es gut ins Bild, dass der umtriebige Danger Mouse als erste Band Autolux unter Vertrag genommen hat. Das experimentierfreudige Trio aus Los Angeles lotet die Pop-Rock-Grenzen aus, ohne sich stilistisch allzu sehr festzulegen.

Neben bekannteren Gruppen wie Dan Auerbachs The Arcs sind auch jede Menge Newcomer aus der ganzen Welt dabei - Glasgow, New York oder auch Oakland sind vertreten. Apache Sun von der Insel etwa, die noch auf der Straße spielen, wie man auf deren Website erfährt, um sich zu finanzieren.

So unterschiedlich die Bands für das 30. Jahrhundert sind, so eint sie doch Psychedelia als Fundament - und die Beatles, die für Danger Mouse als Avantgarde die großen Neuerer waren: Sie haben verschiedenen Aufnahmetechniken und Experimente im Studio unternommen, wie sie bis dahin in der Pop-Musik noch niemand gemacht hat, schrieb Danger Mouse auf der Grammy-Website über die Fab Four, die für ihn die Pop-Musik zur Kunstform erhoben haben.

Ihre Erben sind ohne Ausfall auf 30th Century Records Compilation Volume I wunderbar vertreten.

Website Danger Mouse