Entwicklungsminister Dirk Niebel und seine Kopfbedeckungen sind eine Geschichte für sich. Als der FDP-Politiker im Januar zur ersten Auslandsreise im neuen Amt aufbrach, sorgte er mit seiner "Grundausstattung" auf dem Haupt für Schlagzeilen. Niebel trug beim Outdoor-Termin in Afrika eine Schirmmütze der Bundeswehr.

Die Kappe der Gebirgsjäger hatte er vor 25 Jahren bei einem Einzelkämpferlehrgang bekommen. Um sie bei den Fallschirmspringern behalten zu dürfen, habe er auch noch 50 Liegestütze machen müssen, erzählt der Ressortchef gerne mit Stolz.

Das Tragen wollte er sich weder von FDP-Chef Guido Westerwelle noch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ausreden lassen. Es hat insofern auch einen leichten Beigeschmack, als der Minister Entwicklungsorganisationen aufgefordert hatte, sich in Afghanistan enger mit den Streitkräften abzustimmen.

Beim Besuch der deutschen Truppen in Afghanistan ließ sich Niebel – im Gegensatz zu anderen – ohne Bedenken auch mit der für alle Mitreisenden vorgeschriebenen Sicherheitsausrüstung ablichten: Schussweste und Stahlhelm. Während seines Aufenthaltes im August in der Mongolei setzte er sich beim Besuch der Kohlegrube Tavan Tolgoi allerdings einen weniger martialischen Kopfschutz auf.

Nun hat Niebel ein weiteres Exemplar für seine Sammlung exotischer Kopfbedeckungen: den offiziellen Wald Ranger Hut des Las Yungas National Parks in Bolivien. Niebel besucht bis kommenden Sonnabend neben Bolivien auch Peru und Kolumbien. (dpa)

 

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