Schwarz-Gelb wird sich durchhangeln bis zur Bundestagswahl 2013. Selbst dann, wenn Union und FDP jenen Dauerkonflikt pflegen, vor dem der neue FDP-General Patrick Döring so sehr warnt. Die Union ficht das nicht an. Den Liberalen aber geht es um die Existenz. Platzt die Koalition, reißt es die FDP in Tiefen, gegen die ihr Absturz im Jahr 2011 wie eine Polit-Kirmes anmuten würde. Geschüttelt von Führungs-, Sinn- und Orientierungskrisen, war die FDP eben nicht das, was Döring vorgibt: Ein wichtiges Korrektiv für eine soziale Marktwirtschaft innerhalb der Regierungskoalition. Plump ist es auch, die Union in die sozialdemokratische Ecke zu stellen, um dann die politische Mitte für sich allein zu reklamieren.

Auf Dauer zählt aber nicht Propaganda, sondern Handeln. Andernfalls wird es für lange Zeit zappenduster für die FDP. Politik