Was bedeutet die angedachte Polizeireform für die Einheitsgemeinde Möckern? Das weiß auch Stadtbürgermeister Frank von Holly noch nicht ganz konkret. Nur so viel steht für ihn fest: So schlimm, wie anfangs befürchtet, wird es wohl doch nicht.

Möckern/Loburg l Daher war sich der Möckeraner Stadtoberste auch nicht zu schade, öffentlich seine anfängliche Kritik an der angekündigten Polizeireform zurückzunehmen. "Die ersten Informationen waren andere, als sie bei den Informationsveranstaltungen nachher verbreitet worden", so Frank von Holly bei einer Veranstaltung in der Stadthalle Möckern.

Künftig soll es nach Angaben des Landesinnenministers Holger Stahlknecht Polizeistreifen geben, die einen 25-Kilometer-Radius abdecken. Wo die Zentren dieser angedachten Polizei-Kreise sind, sei noch nicht klar, sagte Frank von Holly unlängst im Volksstimme-Gespräch. Die Struktur sei aber nicht zwangsläufig an derzeitige kommunale Grenzen gebunden. Auch stehe noch nicht fest, wo die zwei angedachten Regionalbeamten ihren Sitz haben sollen, die künftig an die Stelle der Revierstationen in Loburg und Möckern treten könnten. Sie sollen jedoch an sieben Tagen 24 Stunden bereit stehen. Derzeit sei etwa die Revierstation Möckern offiziell mit dem Schlüssel 1:5 besetzt: einem Reviervorsteher und fünf Beamten, dazu komme ein Kriminalbeamter", so von Holly. "Tatsächlich aber gibt es nur eine kommissarische Leitung im Revier und somit einen Schlüssel von 4:1", so Möckerns Stadtchef weiter.

Durch das Abspecken der Verwaltung und die Schließung von kleinen Polizeistationen will Innenminister Stahlknecht bis 2016 insgesamt 800 Beamtenstellen einsparen. Derzeit gibt es noch 6800 Polizisten im Land.