Mit 59 Jahren gehört man noch nicht zum alten Eisen, findet Manfred Tietz aus Möser. Deshalb bietet er jetzt Werken in der Kita Schermen an. Warum er sich ehrenamtlich engagiert, erzählte er Redakteurin Arlette Krickau.

Volksstimme: Wie wird man zum Werkstattbetreuer in einer Kita?

Manfred Tietz: Ich bin jetzt in der passiven Phase der Altersteilzeit und fühle mich noch nicht zum alten Eisen gehörig. Und als ich überlegte, was ich noch machen könnte, meinte eine Bekannte, die Kita-Leiterin in Dortmund ist: "So einen wie dich, könnte ich sofort gebrauchen." Und so nahm alles seinen Lauf.

Volksstimme: Sie haben selbst einen Enkel, der aber nicht in die Kita Schermen geht. Wie kamen Sie darauf, sich gerade in dieser Einrichtung zu engagieren?

Manfred Tietz: Ich wollte mich vor allem regional einbringen, zum Nutzen der Region. Und da mir die Idee mit der Kita gefiel, habe ich in der Kita-Schermen nachgefragt.

Volksstimme: Und dort war man sofort begeistert?

Manfred Tietz: Ja. Ich hatte mich sozusagen angeboten. Die Leiterin war sehr offen und hat gleich die Werkstatt vorgeschlagen. Diese war bereits eingerichtet, wurde aber nur sporadisch, wegen zu wenig Personal, genutzt. Seit November bin ich dreimal die Woche für e eine Stunde in der Kita.

Volksstimme: Wie war das Arbeiten mit Kindern beim ersten Mal?

Manfred Tietz: Spannend. Ich habe mich vorher gefragt, was ich bloß machen soll. Aber kaum waren die Kinder da, wurde auch schon gesägt und Holz eingespannt. Ich habe dann einfach geholfen. Das war ganz schön abenteuerlich.

Volksstimme: Bisher haben Sie ein Vogelhäuschen und Raketen gebaut. Was soll noch kommen?

Manfred Tietz: Wir wollen uns jetzt kleine Projekte ausdenken, vor allem für die Kinder, die regelmäßig kommen. Als nächstes wollen wir ein Gatter bauen.

Volksstimme: Was gibt Ihnen die Arbeit in der Kita?

Manfred Tietz: Es gefällt mir, herzukommen und mit den Kindern zu arbeiten. Kinder sind immer etwas Schönes. Sie freuen sich über das Erreichte und sind dankbar.

Damit richtig gewerkelt werden kann, bittet die Kita-Schermen um Spenden. Von Material wie weichen Hölzern, Latten, Nägeln, Holzplatten bis hin zu Werkzeugen, die Kinderhände greifen können, weiteres Engagement oder auch finanzieller Unterstützung freuen sich die Kinder über alles.