Neuderben (sta) l Seit dem 19. September ist in der Ortslage Neuderben an der L 54 ein Tempo-Messgerät installiert - ein sogenannter "Smiley", der ohne Erfassung der Kennzeichen statistische Daten wie Geschwindigkeiten, die jeweilige Uhrzeit und die tägliche Anzahl der Kraftfahrzeuge, die die Straße passieren, registriert (Volksstimme berichtete). Das Gerät wurde der Gemeinde Elbe-Parey leihweise von E.ON Avacon zur Verfügung gestellt.

Diese Woche war Klaus Schmekies, Kommunalreferent von E.ON Avacon, erneut in der Gemeinde zu Gast und brachte die ersten Daten mit, die Erstaunliches beeinhalten und womit selbst die Beamten der örtlichen Revierstation nicht gerechnet hätten. "In der ersten Woche ist der Schnellste mit 172 km/h im Ort registriert worden", wartete Schmekies gleich zu Anfang mit dem traurigen Rekord auf.

3 803 Fahrzeuge in der ersten Woche und 3 525 in der zweiten wurden gezählt, wobei die Mehrzahl zu schnell war. 1. Woche: 50 bis 60 km/h: 1 448; 60 bis 70 km/h: (1 127); 70 bis 80 km/h: 388; 80 bis 90 km/h: 102; 90 bis 100 km/h: 35; über 100 km/h: 14 Fahrzeuge. Danach hielten sich weniger als ein Fünftel der Kraftfahrer an das innerörtliche Tempolimit. Ähnlich sah es in der zweiten Woche aus.

Schmekies stellte Kopien der erhobenen Daten, die, wie er noch einmal betonte, rein statischtischen Charakter haben, auch den Beamten der Revierstation zur Verfügung. Polizeioberkommissar Frank Lorenz, Leiter der Revierstation, ist sehr dankbar dafür. Der Einsatz eines Geschwindigkeits-Messwagens könnte damit begründet werden - das zumindest hofft man im Gemeindeamt. Belegt werde auf jeden Fall, dass sich die Anwohner nicht umsonst beschwert haben, betonte Bürgermeisterin Jutta Mannewitz.