Eon-Avacon wird seinen Sitz in Stendal aufgeben und nach Genthin umziehen. Das Unternehmen ist derzeit auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie in der Kanalstadt, die 40 Bürokräften Platz bieten muss.

Genthin l "Ja, wir haben die Absicht, nach Genthin umzuziehen, nur wann und wohin steht noch nicht fest", sagte gestern Corinna Hinkel, Pressesprecherin der Eon-Avacon, auf Volksstimme-Anfrage. Grund für den Umzug sei Corinna Hinkel zufolge die Tatsache, dass ab dem 1. Januar die Eon-Avacon nicht mehr die Betriebsführung der Strom- und Gasnetze für die Stendaler Stadtwerke ausführen wird.

Ein entsprechender Vertrag aus dem Jahr 2003 lief zum Jahresende aus und konnte nicht mehr verlängert werden.

Zudem gab die Pressesprecherin zu bedenken, dass die Lage Genthins innerhalb des Netzes vom Standortgebiet Stendal wesentlich zentraler sei. "In Stendal haben wir bisher am Rand gesessen", sagte Corinna Hinkel. "Genthin liegt günstiger für das Standortgebiet."

Mit dem Umzug nach Genthin werden 95 Mitarbeiter, darunter 40 Büroarbeitskräfte, ihren Arbeitsort wechseln müssen.

"Wir sind dabei, gemeinsam eine passende Immobilie zu finden", bestätigte auch Bürgermeister Wolfgang Bernicke die Bemühungen der Eon-Avacon, nach Genthin umzuziehen. Bereits im Januar gebe es dazu weitere Gespräche zwischen der Stadt und dem Unternehmen.

Aussichten stehen nicht schlecht

Bernicke hatte bereits vor einigen Wochen den Hauptausschuss des Stadtrates über die Absicht des Versorgers informiert.

Die Stadt verfüge zwar über keine eigenen Immobilien, doch es gebe durchaus Möglichkeiten, ein passendes Objekt zu finden, zeigte sich der Bürgermeister gestern optimistisch gegenüber der Volksstimme, ohne sich jedoch auf ein konkretes Angebot festzulegen.

Eon-Avacon hinterlässt mit dem Umzug nach Genthin in Stendal an der Ecke Arnimer Straße/Fabrikstraße einen leer stehenden Betriebssitz, für den sie einen neuen Nutzer suchen muss. Die Zukunft der Immobilie ist damit ungewiss.