Die Halberstädter Wohnungsgesellschaft (HaWoGe) will auch im kommenden Jahr mehrere Millionen Euro investieren. Geschäftsführerin Beate Grebe stellte der Volksstimme die wichtigsten Vorhaben für 2012 vor.

Halberstadt l Investitionen in Höhe von 8,3 Millionen Euro sieht der Wirtschaftsplan der HaWoGe für 2012 vor. Mitte Dezember wurde er vom Aufsichtsrat des kommunalen Wohnungsunternehmens beschlossen. Zu den größten und für die Stadt wichtigsten Aufgaben der HaWoGe im kommenden Jahr dürfte die weitere Sicherung des Magazingebäudes am Ebereschenhof gehören. Im Laufe des Jahres ist vorgesehen, die rückwärtige Fassade zu putzen und eventuell einen Teil der Fenster wieder einzusetzen. Über die künftige Nutzung der großen Immobilie am Ortseingang von Halberstadt breitet Beate Grebe noch den Mantel des Schweigens. "Mit dem Aufsichtsrat wurde vereinbart, dass das Nutzungskonzept für das Magazingebäude im zweiten Quartal 2012, voraussichtlich Ende Mai, vorgestellt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt es ein Geheimnis", so Grebe.

Einem weiteren Prestige-Objekt will sich die HaWoGe ebenfalls annehmen. Die Geschäftshäuser am Breiten Weg 19 und 21 sollen komplex modernisiert werden. "In den leerstehenden Wohnungen werden die Grundrisse dahingehend verändert, dass in beiden Wohngebäuden jeweils 3- beziehungsweise 4-Raum-Wohnungen entstehen", sagt Beate Grebe. Zudem würden die Häuser Breiter Weg 14 und 15 eine komplette Wärmedämmfassade erhalten. Für die Gewerbetreibenden in den Häusern würde es keine großen Unannehmlichkeiten geben, versichert Grebe.

Als kleinen Überhang aus dem Jahr 2011 stehen im ersten Quartal zudem die endgültige Fertigstellung des Hauses Fischmarkt 9, hier sollen im Februar alle 18 Wohnungen fertiggestellt sein, und die Modernisierung der Reihenhaussiedlung in der Junkersstraße. Im ersten Quartal sollen die zehn Reihenhauswohnungen in der Junkersstraße 47 fertiggestellt werden. Im zweiten Quartal folgen insgesamt 16 weitere Wohnungen in der Anlage im Süden der Stadt.

Besonders am Herzen liegt der HaWoGe-Geschäftsführerin auch im kommenden Jahr wieder die sogenannte "Spielplatzoffensive" des Wohnungsunternehmens. Seit 2009 kümmert sich das Unternehmen intensiv um den Erhalt und den Neubau von Spielplätzen für die kleinsten Bewohner der Kreisstadt. "Die Spielplatzkombinationen am Fliederweg und im Spielplatz ¿Plansch\' werden erneuert. Die defekten Altgeräte wurden bereits in diesem Jahr demontiert", so Grebe. Zudem ist in Planung, dass der Ortsteil Sarg- stedt 2012 einen neuen Spielplatz erhält. Außerdem wird die HaWoGe zehn neue Bänke anschaffen, auf denen Eltern Platz haben, um ihren Kindern beim Spielen zuzusehen. Die Bänke sollen auf verschiedene Anlagen in der Stadt verteilt werden.

Ebenfalls an Kinder wird bei dem Vorhaben in der Friedrich-Ebert-Straße 26, 28 und 29 gedacht. Gegenüber dem Landratsamt entstehen derzeit 22 Wohnungen für Alleinstehende mit Kindern. Im Laufe des ersten Halbjahres soll die Modernisierung abgeschlossen sein. Ein grüner Innenhof mit separatem Spielplatz krönt das Vorhaben.

Ein nicht unerheblicher Anteil der Investitionen werden auch 2012 für die Instandhaltung einzelner Objekte eingesetzt. Knapp zwei Millionen Euro stehen im Wirtschaftsplan für Reparaturen und Einzelmaßnahmen an vielen Standorten und in leerstehenden Einzelwohnungen.

"Der Wirtschaftsplan sieht mit 8,3 Millionen Euro für die HaWoGe ein erhebliches Investitionsvolumen für das Jahr 2012 vor und stellt damit für das ortsansässige Handwerk auch ein großes Auftragsvolumen dar", sagt Beate Grebe abschließend.

 

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